Fricktal

Mit grossem Einsatz die Welt ein wenig besser machen

Sandy Ambil (rechts mit kariertem Hemd) ist vom Hilfswerk «Hope for Kenya Family» beeindruckt.zvg

Sandy Ambil (rechts mit kariertem Hemd) ist vom Hilfswerk «Hope for Kenya Family» beeindruckt.zvg

Ein Fricktaler hat sich bei einer Reise nach Mombasa vom Hilfswerk «Hope for Kenya Family» überzeugen lassen. Als Mitbringsel für die Kinder brachte Sandy Ambil unter anderem Sporttrikots, Fussbälle und Nikolausmützen mit.

Als ein Fricktaler im Internet zufällig über das Hilfswerk «Hope for Kenya Family» las, wollte er mehr darüber erfahren. Der Verein war 2008 von Lisa Brandt aus Auenstein gegründet worden. Die Aargauerin hatte nach einem Ferienbesuch in Mombasa vom Elend der Leute etwas abseits der Touristenregion erfahren. Bei Lisa Brandt entstand so der Wunsch, Hilfe zu leisten.

Da er vorhatte, einige Wochen in Kenia zu verbringen, nahm Sandy Ambil aus Möhlin Kontakt mit Lisa Brandt auf. «Ziel war es, dieses Waisenhaus während meines Aufenthalts in Mombasa, zu besuchen und mir ein Bild darüber zu machen», so der Fricktaler nach einer umfassenden Information durch die Kenia-Helferin. Weil er nicht mit leeren Händen zu den Kindern im Waisenhaus kommen wollte, organisierte er ein Satz ausgemusterter Trikos bei seinem Verein TV Stein. Auch weitere Mitbringsel füllten bald seine Reisetaschen. «Da ja Weihnacht vor der Türe steht, beschloss ich, jedem Kind eine Nikolausmütze mitzubringen.» Am 4. Dezember startete er die Reise Richtung kenianischen Voi, eine Stadt rund 150 Kilometer von Mombasa entfernt. Der Ort befindet sich direkt neben der Hauptverkehrsachse Mombasa-Nairobi. Per Auto, gesteuert von Chauffeur Islam wurden die letzten zweieinhalb Stunden der langen Reise zurückgelegt. «Praktisch auf Anhieb haben wir das Waisenhaus von Lisa Brandt gefunden. Die Kinder waren alle beim Frühstück. Ein bisschen scheu und zurückhaltend wurde ich empfangen», so Sandy Ambil. Später wurden dem Fricktaler von zwei Vorstandsmitgliedern des Vereins das nächste grosser Vorhaben erklärt. Ein neues Grundstück war gekauft worden. Hier beabsichtigt der Verein, ein neues Waisenhaus zu bauen.

Nach Besichtigungen von Grundstück und den Bauplänen fuhr der Fricktaler mit seinen Begleitern wieder zurück in das bereits bestehende Waisenhaus. «Alle Kinder waren auf dem Vorplatz und ich wurde herzlich empfangen.»

Zu wenig Platz im Waisenhaus

Sandy Ambil erfuhr vom Vereinsmitglied Bernard viel über die Situation im bestehenden Waisenhaus. Das kleine Gebäude bietet kaum Platz für die aktuell 38 Waisenkinder. Deshalb ist der Verein aktiv daran, das dringend benötigte, grössere Haus zu realisieren. Eine grosse Freude machte der Fricktaler den Kindern, als er die Trikots des TV Stein verteilte. Gross war die Freude auch angesichts der mitgebrachten Fussbälle inklusiver einer Ballpumpe. Ein Strahlen in den Kinderaugen lösten auch die lustigen Nikolauskappen aus. «Dieses Strahlen in den Kinderaugen war für mich sehr eindrücklich und genauso emotional. Mit wenig kann man so viel bewirken. Diese Kinder haben nichts, und sind dennoch glücklich», zeigt sich Sandy Ambil tief bewegt. Er ist voller Respekt gegenüber dem, was Lisa Brandt und ihre Mithelfern innert Kürze realisiert haben und für das, was sie in Zukunft noch tun möchten. (SA)

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