Anlässlich des Spatenstichs für eine Überbauung mit 22 Wohnungen am Kapellenweg in Etzgen dankt Bauherr Ulrich Jehle zunächst den Gemeindebehörden für die schnelle Abwicklung, bevor er neckisch einen Wermutstropfen platziert: «Die Gemeinde hat sich die speditive Arbeit inklusive der Bewilligungen mit 400 000 Franken fürstlich bezahlen lassen.»

Als Gemeindeammann Peter Weber das Wort ergreift, kontert er mit viel Vergnügen: «Dankeschön Ueli, aber ich kann das Geld leider nicht selber behalten. Es geht in eine Kasse, von der andere Sachen bezahlt werden müssen und von der Du dann vielleicht auch mal profitieren kannst.»

Hallenbad im Untergeschoss

Gebaut werden die zwei Mehrfamilienhäuser von der Jerica AG. 2½- bis 5½Zimmer-Wohnungen werden im Minergie-Standard ausgebaut. «Im Untergeschoss gibt es einen Fitnessraum und ein Hallenbad mit einem vier mal zehn Metern grossen Becken und Liegebereich», sagt Jehle. Auch die Lage verspräche durch seine ruhige Umgebung, der Nähe zur Natur und einer sehr guten Verkehrsanbindung viel Lebensqualität. Weiter verfügen die Wohnungen über ein Reduit mit eigenem Waschturm, eine Loggia oder eine Dachterrasse und sind mit einem Lift ausgestattet. Ebenso wird eine Tiefgarage vorhanden sein. Der Erstbezug soll gegen Ende Sommer oder Anfang Herbst 2017 erfolgen.

Gemeindeammann Weber bezeichnet die Erstellung des neuen Wohnraums als «überaus positiv für die Entwicklung der Gemeinde. So fehlten etwa eine Millionen Franken an Steuereinnahmen in der Gemeindekasse. Durch die Bewohner der neuen Wohnungen werde man etwa zehn Prozent dieses fehlenden Betrages einnehmen. Hinsichtlich des geplanten Hallenbades im Untergeschoss scherzt Weber: «Das Mettauertal konnte sich bisher kein Schwimmbad leisten, jetzt bekommen wir endlich eins. «Vielleicht können auch Nichtbewohner gegen Eintritt das Bad nutzen.»

Bauherr ist nicht weit entfernt

Die Überbauung wurde von der Bäumlin und John AG konzipiert. Daniel John, Leiter des Architekturbüros und Mitglied der Geschäftsführung, sagt mit leichter Ironie: «Wir haben Glück. Unser Bauherr hat sein Büro direkt neben der Baustelle. Dies hat den Vorteil, dass Entscheidungen sehr schnell getroffen werden können.» Jehle verwandelt den Elfmeter zielsicher: «Ja, wenn das so ist, dann können wir die Fertigstellung der Überbauung nach vorne terminieren.»