Brigitte Brügger, Projektleiterin im Kulturbüro Rheinfelden-Schweiz, war am Sonntag voll des Lobes, was sich in der Kurbrunnenanlage, auf dem Inseli und der alten Rheinbrücke so alles abspielte.

«Ich bin voll zufrieden. Es war ein toller Anlass mit geglückten Darbietungen», umschrieb sie das dreitägige grenzüberschreitende Spektakel der 7. Brückensensationen mit Strassenfestival. Die dafür veranschlagten Kosten von 8000 bis 10 000 Franken hätten sich jedenfalls ausgezahlt.

Lebendige Kleinkunst-Auftritte

Mehrere hundert Zuschauer lockte es vor und in die Musikhalle der Kurbrunnenanlage in die Zirkuswelt, um Kunos Circus Theater und die Artistengruppe FahrAway sowie Los Kunos (CH) zu hören und zu sehen.

Als Schwerpunkte der Gesamtveranstaltung setze man auf Musik, Comedy und Zirkus. Zunächst sollte alles im Aussenbereich stattfinden, doch der einsetzende Regen am Samstag forderte eine Verlegung in die Musikhalle. Lediglich die Artisten konnten kurzzeitig auf dem Hochseil viel Staunen und Bewunderung auslösen.

Auf dem Inseli trugen Belcirque, eine singende und musizierende belgische Frauengruppe, das Wazomba Overdrive Orchestra (CH), das Duo CatchUp, Sergej Maslennikov (RUS), Cie Baladeux, Rires & Rides und Knäcke filmt zur Unterhaltung bei und es konnte das Archiv des Weltensammlers bewundert werden. Tutti frutti, un air de fête (F) und Flame fatale Trio Show (D/USA/H) waren währenddessen auf der alten Rheinbrücke zugange.

Kostenlose Shows fürs Publikum

Claudius Beck, Leiter des badischen Kulturamts, war mit der Programmauswahl sehr zufrieden. Das zeigte sich auch an den Besucherzahlen, welche in die Tausend gingen.

«Die veranschlagten 45 000 bis 50 000 Euro für das Programm auf der deutschen Rheinseite waren es wert.»

Durch Einnahmen aus Spenden, Sponsoring und der umsatzabhängigen Pacht für die Bewirtung wird es teilfinanziert. Weitere 15 000 Euro kommen vom Hauptsponsor Sparkasse Lörrach-Rheinfelden, dank deren Engagement keinerlei Eintritt erhoben wurde.

«Es gab keinen Durchhänger, alle Gruppen waren gut», strahlte er am Rande des Geschehens.

Rund um das Haus Salmegg, auf der alten Rheinbrücke und dem Salmegg-Garten wurde Musik, Feuer, Jonglage, Werkaktionen, Walkcats und Geschichtenerzählung angeboten.

Man wolle weiterhin keine «riesen Acts» machen, sondern das Bewährte auch 2014 fortsetzen, heisst es von den Verantwortlichen für die Zukunft der Brückensensationen.

Während am Freitag die Sonne die Schauplätze verwöhnte, konnte das unstetige Wetter, gespickt mit Regenschauern und Wolkenbrüchen, am Samstag wie Sonntag das Vergnügen nicht schmälern.