Frick

Musikgesellschaft stimmt mit Konzert auf die Adventszeit ein

Die Musikgesellschaft Frick gab am ersten Advent ein Konzert in der Kirche.

Die Musikgesellschaft Frick gab am ersten Advent ein Konzert in der Kirche.

Mit einem sehr anspruchsvollen, klangschönen Konzert stimmte die Musikgesellschaft Frick unter Direktion von Jochen Weiss am ersten Advent in der römisch-katholischen Kirche Peter und Paul die vielen Besucher auf die Weihnachtszeit ein.

Ganz dazu passend die «Fanfare and Flourishes» vom amerikanischen Komponisten James Curnow, der dieses Stück für einen festlichen Anlass geschrieben hat.

Das Werk basiert auf dem berühmten «Te Deum» von Marc-Antoine Charpentier, wunderschön, imposant, jubilierend und erhaben von den ­Musikanten dargeboten.

Gastsolist überzeugt an der Tuba

Überwältigend anschaulich danach in Noten erzählt «Cry of the last Unicorn» (Rossano Galante) – der Schrei des letzten Einhorns. Mal stürmisch mit üppiger Instrumentalisierung, mal melancholisch, mal wie aus unendlich weiter Ferne wird eine dramatische Verfolgungsjagd auf dieses legendäre Fabelwesen nachgezeichnet, dessen Horn in der Antike und auch noch später magische Fähigkeiten und wundersame Heilkräfte nachgesagt wurde.

Als besonderer Höhepunkt an diesem Konzert brillierte majestätisch erhaben der Gastsolist Cyrill Schaub mit seiner Tuba beim Stück «El Aranjuez con tu amor» (Joaquin Rodrigo), das 1940 in Barcelona uraufgeführt wurde.

Der 36-Jährige schloss sein Studium mit der höchsten Auszeichnung der Musikhochschule Basel ab, erwarb das Konzert-und Orchesterdiplom sowie den Master in Pädagogik. Das Orchester untermalte in einprägsamer Melodik mit harmonisch farbigen, tänzerischen Elementen, einem lebhaften Fandango, einem langsamen, klagenden Satz und einem heiteren, rhythmischen Finale.

Romantisch zärtlich

Der Komponist berichtet in diesem Werk von seinen Spaziergängen in den königlichen Gärten mit seiner Frau, über das Leichte, aber auch vom Schmerz über die Totgeburt seines ersten Sohnes. Er bittet Gott, seine geliebte Frau Victoria am Leben zu lassen, denn sie ist nach seiner Erblindung 1906 im wahrsten Sinne des Wortes sein «Augenlicht».

Einschmeichelnd dynamisch und melodiös das ­bekannte Kirchenlied «The lost Chord», intim und melancholisch beginnend, dann vehement auf den Höhepunkt ­zu­strebend. Gustav Holst, Komponist der englischen Spät­romantik, schrieb die «First ­Suite», ebnete damit den Weg für konzertante Blasmusik, die hier tänzerisch rhythmisch und fröhlich daherkam.

Romantisch zärtlich, ­entstanden als Weihnachtsgeschenk für seinen Sohn Valentin, komponierte Thomas Doss «Valentins Chorale». Mit Anklängen an eine Romanze, denn Valentin gilt auch als Schutz­heiliger für alle Verliebten.

Ganz zum Schluss des Konzerts verwöhnte das Ensemble seine Zuhörer mit einem Medley der schönsten Weihnachtslieder und bedankte sich mit drei ­Zugaben für den stürmischen Applaus des Publikums.

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