Obermumpf

Musikverein Obermumpf setzt Erfolgskurs fort

Unter dem Motto «Mambo Quando Ratatouille» haben die 25 Damen und Herren des Musikvereins Obermumpf unter der Direktion von János Németi die Gäste mit farbenfrohen Melodien verwöhnt.

Den Erfolgskurs mit der speziellen Ausrichtung auf die Kategorie Unterhaltungsmusik will der Musikverein Obermumpf fortsetzen – was am Jahreskonzert bestens gelang. Ein besonderes Highlight waren die grossartigen Soli der beiden Nachwuchstalente Logan Müller, 12 Jahre, und Sebastian Burkhard, 14 Jahre, auf den Schlagzeugen.

Mit dem erfolgreichen und bekannten Lied «Delilah» vom britischen Popsänger Tom Jones eröffnete das Ensemble das Konzert. Europaweit belegte das Stück 1968 vordere Plätze, in der Schweiz zum Beispiel den zweiten. Die Ballade erzählt die tragische Story eines Mannes, der meint, seine Frau betrüge ihn. Zur Rede gestellt, lacht sie ihn nur aus, worauf er wutentbrannt das Messer zieht.

Publikum klatscht begeistert mit

Wenn es draussen kalt und ungemütlich ist, rücken die Menschen in der warmen Stube gerne enger zusammen – und kuscheln. Stehend und mit dem grössten Vergnügen interpretierten dazu die Musikanten die herrlich beschwingte «Kuschelpolka» (Peter Schad). In die richtige Stimmung gekommen, klatschte das Publikum begeistert dazu.

Den ersten Platz beim Aargauer Kantonalmusikfest 2018 in Laufenburg konnte der Musikverein mit dem Stück «Highlights from Ratatouille» aus dem gleichnamigen Animationsfilm belegen. In der Erzählung geht es um die Wanderratte Rémy mit einem aussergewöhnlich feinen Geruchssinn und der Liebe zu leckeren Speisen. Wie das Auf und Ab ihrer Erlebnisse in der Kanalisation von Paris oder in einer renommierten Küche, so war auch die Musik dazu – mal etwas beängstigend, dann wieder dynamisch und energiegeladen. Für diese Musik bekam der Komponist Michael Giacchino 2008 den Grammy.

«1, 2, 3 Maria» gibts als Zugabe

Mitreissend war der Marsch «Death or Glory» (Robert Browne Hall), schwungvoll jazzig das «Mah Na Mah Na» von Piero Umiliani, eingängig die Noten, abwechslungsreich das schnelle Tempo. Ebenso wundervoll rhythmisch das «1, 2, 3 Maria» vom puerto-ricanischen Popsänger Ricky Martin, welches sich die Zuhörer am Ende des Abends in der Zugabe noch einmal wünschten.
Ein absoluter Ohrwurm war das Rock’n Roll-Stück aus dem Jahr 1958 vom US-amerikanischen Komponisten und Sänger Chuck Berry mit dem berühmten Gitarren-Intro, am Konzert herrlich eingängig und spannend von den Trompeten gespielt. Im Lied wird vom amerikanischen Traum eines ehemals armen Jungen erzählt, ein wenig also auch aus dem Leben des Komponisten.

Im Walzertakt und über den Schuhmachermarsch gings hin zu «Feeling Good» (Michael Bublé), was punktgenau die Befindlichkeiten der Gäste traf. «Quando Quando» wollte schon 1962 der italienische Sänger Tony Renis von seiner Angebeteten wissen – wann endlich – und auch mit diesem Lied punktete der Musikverein im vergangenen Jahr beim Kantonalen Wettstreit. «Danggä und uf Wiederluege» intonierten die Musikanten und verabschiedeten sich damit leider schon.

Eine Extraklasse an diesen Abend war die Moderation von Mario Süss. Mit umwerfend komödiantischem Talent gab er eine Show als Auktionator, Ratte Rémy, wild Gitarre spielenden Elvis Presley – und erzählte dabei auch immer eine kleine Geschichte.

Für ihre langjährige Treue als Aktivinstrumentalisten zeichnete Präsident Samuel Weber für 25 Jahre Reto Blüggel und Michi Müller aus, für 50 Jahre Fritz Stocker und Kurt Heid.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1