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Neubau einer Migros-Filiale in Kaiseraugst: Die SP wehrt sich gegen Umzonung

Die neue Migros-Filiale in Kaiseraugst soll in einer Wohnzone entstehen.

Die neue Migros-Filiale in Kaiseraugst soll in einer Wohnzone entstehen.

Die Migros hat für eine neue Filiale in Kaiseraugst Bauland erworben. Dies befindet sich jedoch in einer Wohnzone. Die Ortspartei der SP will den geplanten Bau verhindern.

«Die vorgesehene Parzelle ist Wohnzone und soll das auch bleiben.» Mit diesem deutlichen Satz schliesst die Kaiseraugster SP eine Mitteilung zur angedachten Umzonung eines fast 3000 Quadratmeter grossen Areals an der Landstrasse. Es ist die Parzelle, die der Grossverteiler Migros vor einiger Zeit gekauft hat. Dies in der Absicht, dort dereinst eine neue Filiale zu bauen. Das Areal befindet sich derzeit allerdings in der Wohnzone. Vor Baubeginn müsste das Gebiet also umgezont werden. Mit diesem Anliegen gelangte die Migros an die Gemeinde. Die Umzonung soll nun während der laufenden Revision der Bau- und Nutzungsordnung geprüft werden.

Die Migros Aare geht davon aus, dass die Anpassung bis Mitte 2020 der Fall sein werde und anschliessend mit dem Bau begonnen werden könne, hiess es vergangene Woche. «Der SP ist unklar, woher die Migros diesen Optimismus nimmt und auf welchen Aussagen des Gemeinderats die Migros am Planen ist», schreibt nun die Ortspartei dazu. Die SP wolle den Bau eines Ladens bekämpfen und habe dies dem Gemeinderat bereits 2018 – als die Pläne der Migros bekannt wurden – mitgeteilt. Nun empfiehlt sie der Migros, «ihre Pläne für diesen Neubau einzustellen» und fordert auch vom Gemeinderat, «sich in dieser Angelegenheit bald klar zu positionieren».

Die Partei nennt in ihrer Mitteilung drei Argumente. Erstens benötige Kaiseraugst «zu den bereits bestehenden Läden keine weiteren Verkaufsflächen». Zweitens sei die Erschliessung der Parzelle derzeit mittels Dienstbarkeit durch das benachbarte Wohnquartier geregelt. «Einkaufsverkehr durch dieses Wohnquartier ist für uns ausgeschlossen», schreibt die Partei. Und drittens führt die SP die Situation in der Grossüberbauung Liebrüti als Argument an.

SP wünscht sich Migros als Ankermieter in der Liebrüti

Der Grossverteiler schliesst seine dortige Filiale in wenigen Tagen endgültig. Die SP verweist in diesem Zusammenhang auf den geplanten Aus- und Umbau des Zentrums. Geplant sind unter anderem die Sanierung des Hallenbads sowie der Bau des «Domus», eines Turms mit 125 Wohnungen. «Gute, attraktive Einkaufsmöglichkeiten im Zentrum wurden sowohl von der Liegenschaftsverwaltung der Liebrüti als auch vom Gemeinderat als Hauptargument für die Umzonung für den Bau Domus mit versprochenen altersgerechten Wohnungen angeführt», schreibt die SP. «Deshalb wäre uns ein sogenannter Ankermieter wie die Migros weiterhin willkommen.» (nbo)

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