Obermumpf

Niemand will die Mobilfunkantenne: Petition für 5G-Moratorium übergeben

Hansjörg Benz (r.) übergibt Gemeindeammann Eva Frei und Vizeammann Benedikt Gürtler eine Petition mit über 800 Unterschriften.

Hansjörg Benz (r.) übergibt Gemeindeammann Eva Frei und Vizeammann Benedikt Gürtler eine Petition mit über 800 Unterschriften.

Die Swisscom möchte eine Antenne bauen und stösst auf grossen Widerstand. Mit 800 Unterschriften und bislang 160 Einsprachen bringen die Obermumpfer ihre Meinung klar zum Ausdruck.

«Wir sind beeindruckt von diesem grossen Engagement und nehmen das starke Signal aus der Bevölkerung ernst. Es ist ein kräftiges Meinungsabbild aus dem Dorf», sagte Gemeindeammann Eva Frei vor einer interessierten Zuschauerkulisse vor dem Obermumpfer Gemeindehaus.

Eine Initiantengruppe hatte ihr und Vizeammann Benedikt Gürtler soeben eine Petition «Bewilligungsmoratorium – stoppt 5G» übergeben mit 809 Unterschriften, wovon 388 aus dem Dorf stammen. «Wir wollen ein lebenswertes Dorf. Wir lassen uns nicht einschüchtern und wollen uns auch nicht fesseln lassen», betonte Hansjörg Benz, Sprecher der Initianten, bei der Übergabe.

Gewerbezone grenzt an Wohngebiet

«Der 20. August war für unser Dorf ein sehr aufwühlender und denkwürdiger Tag, der seither viel Bewegung und Zusammenhalt in unsere Gemeinde gebracht hat», fasste er eine kurze und mit vielen Gesprächen erfüllte Zeit zusammen. «Ich habe eine Dynamik und Intensität festgestellt, die niemand so erwartet hatte», stellte er aber positiv fest. An jenem Hektik auslösenden Tag wurde nämlich die amtliche Meldung über das Baugesuch der Swisscom für eine Mobilfunkanlage auf dem Grundstück der Garage Stocker mit einer Auflagefrist von 30 Tagen publiziert.

Das Bauprojekt befindet sich von Schupfart her beim Ortseingang an der Hauptstrasse, auf einem nur wenige Dutzend Meter breiten Streifen der Gewerbezone. Diese grenzt direkt an das Wohngebiet. Die 25 Meter hohen Profilstangen hatten schon vorher einige Leute beunruhigt, den Boden für Gesprächsstoff genährt und Verunsicherung ausgelöst. Schliesslich formte sich ein Kernteam von sieben Personen, das die Aktivitäten an die Hand nahm und einen Informationsabend organisierte. Daran nahmen 97 Personen aus Obermumpf und umliegenden Gemeinden teil.

Wohl noch nicht alle Einsprachen eingetroffen

Die Freude der Initianten war gross. An der sehr diskussionsfreudig und sachlich verlaufenen Veranstaltung wurden Einsprachemöglichkeiten, deren formales und korrektes Aufsetzen und Formulieren sowie das Sammeln von Unterschriften für eine Petition erörtert.

Dass der Standort starke Emotionen ausgelöst hat und umstritten ist, manifestieren inzwischen über 160 Einsprachen, welche die Gemeindekanzlei bislang erhalten hat. Es seien wohl noch weitere per Post unterwegs, so Gemeindeschreiber Marco Treier.

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