Strafe um 50 Prozent erhöht: Das Aargauer Obergericht schickt den «Facebook-Mörder» von Möhlin für 18 Jahre ins Gefängnis. Es verschärft damit das Urteil des Bezirksgericht Rheinfelden, das den Mann zu 12 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte das Urteil weitergezogen und jetzt recht bekommen.

Höhere Strafe für Frauen-Mörder aus Möhlin

Höhere Strafe für Frauen-Mörder aus Möhlin

Keine vorsätzliche Tötung, sondern Mord: Das Obergericht stuft die Tat des Mannes neu ein. Damit wird auch das Strafmass erhöht.

Die Tat passierte am 20. Mai 2013: Der damals 42-jährige Portugiese tötete seine getrennt von ihm lebende Ehefrau in Möhlin. Er schlug ihren Hinterkopf mehrmals stark auf den Boden. Auf Facebook hatte er sie zuvor mit einem gefälschten Profil ausspioniert.

Brutaler Mord wegen Facebook-Intrige (02.02.2016)

Brutaler Mord wegen Facebook-Intrige (02.02.2016)

Die Staatsanwaltschaft bestätigt: Der Mann, welcher seine Frau ermordete, hatte sich ein gefälschtes Facebook-Profil erstellt und so das Mordopfer ausspioniert. So erfuhr er von ihrem neuen Lover.

Das Obergericht stufte die Tötung als Mord ein – anders als das Bezirksgericht, das den geständigen Täter wegen vorsätzlicher Tötung schuldig gesprochen hatte. Der Portugiese hatte ebenfalls Berufung eingelegt: Er verlangte eine Verurteilung wegen Totschlags und fünf Jahre Haft. Das lehnte das Obergericht jedoch ab.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es kann innert 30 Tagen beim Bundesgericht angefochten werden. (mwa)

Urteil zum Facebook-Killer von Möhlin fällt mild aus (10.02.2016)

Bezirkgsgericht Rheinfelden: Urteil zum "Facebook-Mörder" von Möhlin fällt mild aus (10.02.2016)

An Pfingsten 2013 bringt Luis R. seine Frau brutal um. Im Bezirksgericht lautete das Urteil dafür: 12 Jahre Haft. Für den Staatsanwalt inakzeptabel.