Rheinfelden
Parkresort Rheinfelden bekommt neuen Hauptaktionär

Die Parkresort Rheinfelden Holding AG erhält mit der schweizerischen Beteiligungsgesellschaft Invision mit Sitz in Zug einen neuen Mehrheitsaktionär.

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Die Anlagen der Parkresort Rheinfelden Holding AG befinden sich in unmittelbarer Nähe des Rheins.

Die Anlagen der Parkresort Rheinfelden Holding AG befinden sich in unmittelbarer Nähe des Rheins.

Am 21. Juni wird Invision über die Parkresort Beteiligungs AG 81 Prozent des Aktienkapitals von vier Grossaktionären – Thomas Kirchhofer, Andreas Steinegger, Jürg Eichenberger und Markus Bisig – übernehmen. Bereits gestern flatterten rund 700 Kaufangebote in die Briefkästen der Minderheitsaktionäre. Konkret können sie ihre Aktien, die derzeit bei 860 Franken steht, für 1100 Franken pro Stück an die neugegründete Parkresort Beteiligung AG verkaufen. «Den Kleinaktionären steht es natürlich frei, ihre Aktion zu verkaufen», betont Verwaltungspräsident Thomas Kirchhofer.

Invision gibt als Ziel aus, die erfolgreiche Geschichte mit der Parkresort Gruppe und dem bestehenden Management weiterzuführen. Darüber hinaus soll die Parkresort Gruppe in Rheinfelden und mittelfristig auch in anderen Standorten weiterentwickelt werden. Martin Staub, Partner der Invision, sagt: «Das Parkresort ist seit Jahren auf Erfolgskurs und deckt mit Dienstleistungen und Angeboten das steigende Bedürfnis nach Erholung, Wellness, Regeneration und Entspannung ab. Dies ist auch der Hauptgrund für unsere Investition.

Nach der Generalversammlung am 21. Juni wird sich der Holding-Verwaltungsrat neuformieren: «Markus Bisig, Bernd Kannewischer, Barthélemy Helg und Jürg Eichenberg werden ausscheiden. Neben den bisherigen Mitgliedern Andreas Steinegger und Nadia Taroli werden Martin Staub und Marco Martelli neu zum Verwaltungsrat hinzustossen», sagt der bisherige Mehrheitsaktionär Kirchhofer. Seit dem Jahr 2000 sei die Parkresort Gruppe Rheinfelden kontinuierlich gewachsen und hätte seitdem 140 Arbeitsplätze geschaffen. Eine Erfolgstrategie sei es, so nah wie möglich am Personal dran zu sein: «Natürlich könnten wir ein Teil des Personals auslagern und so einige Franken sparen. Dies liegt aber nicht in unserer Philosophie», sagt Kirchhofer.

Investitionen in Medizin

In den nächsten Jahren wolle man vor allem in den medizinischen Bereich investieren, da man dort die Auslastungsgrenze erreicht habe. «Wir müssen teilweise Patienten abweisen, die die Hausärzte an uns verweisen, weil schlichtweg alle Zimmer belegt sind», sagt Kirchhofer. «Wir sind dabei, einzelne Konzepte auszuarbeiten. Erste Umsetzungen werden allerdings erst in rund fünf Jahren erfolgen», sagt Kirchhofer.

Der Reingewinn der Parkresort Rheinfelden AG betrug im Jahr 2015 2,77 Millionen Franken und ist damit das drittbeste Ergebnis. Allerdings sank damit der Reingewinn gegenüber dem Vorjahr um 16,9 Prozent. «Wir hatten in unserem Bäderbetrieb aufgrund mehrerer warmer Monate einen Besucherrückgang», erklärt Kirchhofer.