«Derzeit wird die Küche montiert», sagt JAM-Präsident Michael Schürch und schiebt nach: «Der Bezug wird voraussichtlich im nächsten Monat stattfinden.» Das neue Jugendhaus bietet auf 220 Quadratmetern Platz für 80 bis 100 Personen und verfügt über ein Büro, einen Besprechungsraum, ein Mädchenzimmer, ein Musikzimmer und einen Raum zum Gamen.

Raus aus dem Keller

Neu ist, dass JAM ihr Jugendangebot nun auch für die Altersgruppe von 16 bis 18 Jahren anbietet. «Dies wäre in der Zivilschutzanlage, in der sich bisher die Jugendlichen treffen, aus Platzgründen nicht möglich gewesen», sagt Schürch und schiebt nach: «Zudem kommt in die dortigen Räume kein natürliches Licht und es liegt ein leicht muffiger Kellergeruch in der Luft.»

Nach dem Bezug werden Jam und die Jugendlichen dekorativ tätig sein und den Innenräumen Farbe verleihen. Doch schon während der Bauarbeiten beteiligten sich helfende Jugendhände beispielsweise im Anlegen des Gartens.

Ein Box-Sack und ein Billard-Tisch

Auch in Sisseln will der Gemeinderat für die Jugendlichen tätig werden: «Wir traktandieren an der nächsten Gemeindeversammlung einen Kredit über 90 000 Franken für die Erweiterung des Jugendtreffs», sagt Gemeindeschreiber Heribert Meier.

Konkret will die Gemeinde den 36 Quadratmeter grossen Jugendtreff mit einem rund 100 Quadratmeter grossen Container, der zwei abgetrennte Aufenthaltsräume beinhaltet, erweitern.

Dies freut Véronique Hufschmid, die jeden Mittwoch- und Freitagnachmittag zwischen 8 und 14 Kinder und Jugendliche betreut: «Wenn an regnerischen Tagen sehr viel los ist, dann stehen sich die Jugendlichen im kleinen Container schier auf den Füssen», erzählt Hufschmid.

Zudem biete ein Erweiterungsbau die Möglichkeit, dort neue Spiel- und Sportgeräte unterzubringen: «Die Jugendlichen wünschen sich zum Beispiel einen Box-Sack und einen Billard-Tisch. Dafür ist der jetzige Jugendtreff viel zu klein», sagt Hufschmid.

Eiken will im Frühjahr tätig werden

In Eiken entschied der Gemeinderat Ende 2014, aus der Jugendarbeit Sisslerfeld – eine Kooperation der Gemeinden Eiken, Münchwilen, Stein und Sisseln – auszusteigen. «Der Gemeinderat war der Meinung, dass es besser sei, für weniger Geld eine gute Jugendarbeit mit kommunalen Projekten vor Ort zu verwirklichen», erzählt Gemeindeschreiberin Jennyfer Enge.

Eine entsprechende Idee wurde Anfang des Jahres an einer Versammlung der örtlichen Vereine vorgestellt, verlief aber im Sand. «Daher wird das Projekt unter dem neuen Ressortleiter Ingo Anders im Frühjahr neu aufgegleist werden», sagt Enge.

Im Gegensatz dazu taten sich nach der gescheiterten Vierer-Kooperation die Gemeinden Stein und Münchwilen zusammen und engagieren derzeit einen Jugendbetreuer. «Den Jugendlichen aus Münchwilen und Stein steht ein Jugendhaus in Stein zur Verfügung», sagt Gemeindeammann Hansueli Bühler. Dort treffen sich diese zweimal pro Woche, um in den sieben Zimmern zum Töggeln, Musik hören oder um einfach nur zu chillen.