Von mitreissenden Märschen über eine urgemütliche Polka bis hin zu rassig-rockigen Rhythmen sowie fetzigen Boogie-Melodien hatten die 36 Damen und Herren der Musikgesellschaft Hornussen alles parat und verstanden es damit, ihr Publikum rundum zu begeistern. Locker und augenzwinkernd führte René Schweizer durch das Programm, gab in seiner Ansage dem Miteinander der Menschen im Kleinen und Grossen einen besonderen Stellenwert.

Erfrischend zackig der Konzertmarsch gleich zu Beginn, mit dem das Ensemble in den Abend startete. Das bisher erfolgreichste Stück des jungen Tiroler Komponisten Martin Scharnagl ist die Polka «Von Freund zu Freund», emotional dynamisch dargeboten von den beiden Solisten Paul Herzog am Flügelhorn und Walter Liebi, Bariton. Sehr anspruchsvoll danach die dramatisch energiegeladene Ouvertüre «Invicta», zeitgenössisch moderne Tambourenkunst präsentierten die fünf Trommler der Musikgesellschaft mit zwei Stücken aus der Feder des Möhliner «Trommelkönigs» Ivan Kym.

Ein ganz besonderer musikalischer Leckerbissen war im feinsten Big-Band-Rhythmus «Big Model»; gekonnt lustvoll vorgetragenen mit einem warmen Baritonsaxofon-Solo von Roland Screm. Fröhlich tapsig tummelten sich die Tiere aus dem Dschungelbuch auf der Bühne, perfekt das Spiel einer bayrischen Polka mit Andy Aeschbacher auf der Posaune.

Charmant übernahm beim «Märchenwalzer» Vizepräsidentin Claudia Stäuble den Taktstock, Ivo Raimann zeigte, dass er auch als Musikant im Ensemble eine gute Figur machen kann. Rock’n’Roll und Boogie zum Schluss erinnerten herrlich an schwingende Petticoats und Tolle aus den 1950er-Jahren, und natürlich gab es auch noch zwei Zugaben.