Oberes Fricktal

Raiffeisenbank Regio Frick stimmt Fusion zu – Mettauertal entscheidet im August

Die Raiffeisenbanken Mettauertal und Regio Frick planen eine Fusion. Auf dem Foto: Urs Obrist, Vorsitzender der Bankleitung RB Mettauertal, Stefan à Porta, Verwaltungsratspräsident, Erwin Schwarb, Verwaltungsratspräsident, Marc Jäger, Vorsitzender der Bankleitung RB Regio Frick (v.l.).

Die Raiffeisenbanken Mettauertal und Regio Frick planen eine Fusion. Auf dem Foto: Urs Obrist, Vorsitzender der Bankleitung RB Mettauertal, Stefan à Porta, Verwaltungsratspräsident, Erwin Schwarb, Verwaltungsratspräsident, Marc Jäger, Vorsitzender der Bankleitung RB Regio Frick (v.l.).

Ein erster grosser Schritt in Richtung Zusammenschluss ist getan. Die Mitglieder der Raiffeisenbank Regio Frick stimmten für eine Fusion mit der Raiffeisenbank Mettauertal.

In ihrer Urabstimmung – wegen Corona fand sie ohne begleitende Mitgliederanlässe mit schriftlicher Stimmabgabe statt – haben die Mitglieder der Raiffeisenbank ­Regio Frick der Fusion mit der Raiffeisenbank Mettauertal zugestimmt. Das Resultat fiel mit einem Anteil an Ja-Stimmen von fast 80 Prozent deutlich aus.

Über 1400 Mitglieder machten von ihrem Stimm- und Wahlrecht Gebrauch. Die Stimmbeteiligung lag damit zwar leicht unter dem Mittel der vergangenen Jahre. Die Bankleitung hält dies angesichts der Umstände aber durchaus für «plausibel und vertretbar», wie es in einer Mitteilung zu den Resultaten heisst.

Im Frühjahr 2019 hatten die beiden Raiffeisenbanken ihre Fusionsabsichten an einer gemeinsamen Medienkonferenz publik gemacht. Als Grund für die Pläne gaben die Verantwortlichen damals den Umbruch in der Finanzbranche an, etwa die voranschreitende Digitalisierung, den steigenden Wettbewerbsdruck sowie neue regulatorische Anforderungen. Auch einige Eckdaten und Rahmenbedingungen wurden damals schon genannt. So soll der Verwaltungsrat etwa aus den Mitgliedern der beiden Banken rekrutiert werden. Der juristische Hauptsitz ist in Frick vorgesehen. Der Bankenstandort Gansingen bleibt aber bestehen. Und: Die Mitarbeitenden werden weiterbeschäftigt.

Ein deutliches Signal ins Mettauertal

«Seit Bekanntgabe der Pläne hat es kaum kritische Rückmeldungen gegeben», sagt Marc Jäger, Vorsitzender der Bankleitung bei Regio Frick. Das Resultat der Fusionsabstimmung komme daher nicht wirklich überraschend  – erfreue ihn aber in seiner Deutlichkeit. «Das zeigt: Wir treten der Raiffeisenbank Mettauertal mit weit offenen Armen entgegen», sagt Jäger.

Auch im Mettauertal wird das deutliche Resultat als positives Signal gewertet. Bis zum Entscheid werden hier allerdings noch einige Monate vergehen. Die Raiffeisenbank Mettauertal pflegt das klassische System der Generalversammlung – aufgrund der Coronapandemie musste diese allerdings von Ende März auf den 21. August verschoben werden. Sollte es bis zu diesem Zeitpunkt nicht möglich sein, eine Versammlung durchzuführen, hat der Verwaltungsrat ausserdem entschieden, von der Möglichkeit der schriftlichen Stimmabgabe Gebrauch zu machen.

Auch hier habe es in den letzten Monaten kaum negative Reaktionen zu den Fusionsabsichten gegeben, sagt Urs Obrist, Vorsitzender der Bankleitung. «Wir sind deshalb zuversichtlich, dass die Genossenschafter dem Zusammenschluss ebenfalls zustimmen werden.» Ein Ja aus dem Mettauertal vorausgesetzt, kann die Fusion zur neuen «Raiffeisenbank Regio Frick-Mettauertal» formal rückwirkend auf den 1. Januar 2020 erfolgen. Der technische und organisatorische Zusammenschluss ist für den Herbst dieses Jahres vorgesehen.

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