Rodungsarbeiten
Aus den 50 Jahre alten Föhren vom Gemeindehaus Stein werden jetzt Strom und Wärme

Mitarbeiter eines Fricktaler Spezialunternehmens zersägten die zwei durch Schneebruch stark lädierten Nadelbäume. Binnen einer knappen Stunde war alles vorbei. Bei den umstehenden Verwaltungsmitarbeitern kam dann doch ein wenig Wehmut auf.

Hans Christof Wagner
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Die beiden Föhren in Stein waren in rund einer Stunde zerlegt.

Hans Christof Wagner

Die beiden Föhren-Bäume am Gemeindehaus Stein ragen nicht mehr in den Himmel. Drei Mitarbeiter der Zeininger Schauli AG rückten ihnen mit Spezialgeräten zu Leibe. Kaum eine Stunde war vergangen, dann waren von den rund 50 Jahre alten Bäumen kaum noch Spuren zu sehen – ausser den Sägespänen rund um die früheren Standorte.

Gemeindeschreiber Sascha Roth und Bauverwalter Roland Gröflin hielten den Vorgang auf Video fest. Und kaum war eine der beiden Föhren auf den Tieflader aufgeladen, zählten die beiden die Jahresringe am Baumstumpf. «Ich bin auf 52 Jahre gekommen», sagt Gröflin. Roth: «Genau die Zeit, als das Gemeindehaus gebaut worden ist.»

Direkt über dem Boden wurden die Stämme der beiden Föhren-Bäume am Gemeindehaus Stein abgesägt.
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Äste und Zweige wurden mit der Motorsäge abgetrennt.
Mit dem Fällgreifer hatten die Arbeiter den Stamm sicher im Griff.
Die Äste und Stämme wurden zerkleinert und verladen.
Am Ende der Fällung ragte nur noch der Baumstumpf aus dem Schnee heraus.

Direkt über dem Boden wurden die Stämme der beiden Föhren-Bäume am Gemeindehaus Stein abgesägt.

Hans Christof Wagner

Die zwei Nadelbäume waren durch Schneebruch so in Mitleidenschaft geraten, dass sich die Gemeindeverwaltung zur Fällung entschloss. Dass es höchste Zeit war, bestätigt auch Daniel Weber, Forstwart und Maschinist der Schauli AG, der die Fällung leitete. Er sagt:

«Der eine der beiden neigt schon bedenklich zur Brotkorbstrasse hin und viele seiner Äste sind gebrochen.»

Doch am Ende der knapp einstündigen Aktion kann er berichten: «Alles gut gegangen, keine Probleme.» Mit Hilfe des Fällgreifers konnten die Bäume von der Krone bis zur Wurzel Stück für Stück, professionell und sicher zersägt werden.

Weber hat dann doch noch tröstliche Worte: «Aus dem Holz werden jetzt Hackschnitzel, die in einem Kraftwerk in Basel verbrannt werden und so in Strom und Wärme verwandelt werden. Damit haben die beiden Föhren jetzt doch noch einen guten Nutzen.»