Bauarbeiten

«Rotsehen» hat bald ein Ende – erste Ampel am Staffelegg-Zubringer erlischt

Am Knoten Herznach/Ueken steht die letzte Etappe bevor.

Am Knoten Herznach/Ueken steht die letzte Etappe bevor.

Am Knoten Herznach/Ueken wird die Baustelle Mitte November geräumt. In Densbüren wird der Verkehr bis Ende 2021 per Ampel geleitet.

Autofahrer, die auf der Hauptstrasse durch das Staffeleggtal im Berufsverkehr unterwegs sind, brauchen derzeit eines: Geduld. Mit der Knotensanierung in Herznach/Ueken – auf Höhe der Spyk Bänder AG – und der Sanierung der Hauptstrasse in Densbüren kommt der Verkehr gleich zwei Mal ins Stocken. Gemäss Stefano Donatiello, Kreisingenieur beim Kanton, sollte man derzeit im Berufsverkehr fünf bis zehn Minuten beim Passieren beider Baustellen extra einplanen.

Im Juni startete der Kanton mit den Arbeiten am Knoten Herznach/Ueken. Hier gab es Reklamationen von Anwohnern, die von «anfänglichen Umfahrungsverkehr durch Ortskundige betroffen waren», sagt Gemeindeschreiber Harry Wilhelm. Diese Situation habe sich aber nach etwa ein, zwei Monaten verbessert – «auch, weil die Regionalpolizei Präsenz gezeigt hat», schiebt er nach. Wilhelm bezeichnet der Verkehrsfluss «in Anbetracht der Umstände als zufriedenstellend». Die Wartezeiten ausserhalb der Stosszeiten seien relativ kurz. Längere Kolonnen gebe es naturgemäss im Berufsverkehr.

Ampel noch bis Anfang November in Betrieb

Doch das «Rotsehen» am ­Knoten wird bald ein Ende ­haben. Der Kanton nimmt ab Montag die letzte Etappe in ­Angriff. In dieser werden etwa Entwässerungsschächte und Randabschlüsse installiert sowie Arbeiten an der Trag- und Bindeschicht ausgeführt. «Die Strassenbauarbeiten dauern noch bis Anfang November. Bis dahin wird die Lichtsignalanlage in Betrieb sein», sagt Donatiello. Etwa Mitte November werde dann die Baustelle geräumt. Der Einbau des Deckbelags soll erst im nächsten Jahr erfolgen.

Beleuchtung der neuen Strassengeometrie angepasst

Wichtigstes Element der Knotensanierung ist die Erstellung des neuen sogenannten Linsenelements. Es dient den abbiegenden Fahrzeugen – von Ueken Richtung Zeihen und von Zeihen Richtung Herznach –, sich vor dem Abbiegen in der Strassenmitte aufzustellen. «Die Linse dient als Aufstellfläche analog einem Mehrzweckstreifen», erklärt Donatiello. «So kann ein Fahrzeug die Strasse in zwei Phasen queren.» Die Linse erleichtert etwa auch dem Postauto von Zeihen her kommend Richtung Herznach das Abbiegemanöver. Videoaufnahmen haben gezeigt, dass das Postauto während der Dauer von einer Minute keine Möglichkeit zum Abbiegen gefunden hat.

Neben der Umgestaltung des Knotens hat der Kanton die ­beiden Bushaltebuchten gelenkbustauglich und barrierefrei ausgebaut. Zudem hat er die ­Beleuchtung der neuen Strassengeometrie angepasst und hierfür LED-Lampen aufgestellt.

In Densbüren arbeiten zwei Bauequipen parallel

Vor rund einem Monat startete der Kanton mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt Densbüren. Das Sanierungsprojekt erstreckt sich bis Ende 2021 – der abschiessende Deckbelagseinbau erfolgt im Sommer 2022 – und zieht sich über eine Strassenlänge von rund 540 Metern innerorts sowie 1160 Metern ausserorts.

«Um die Bauzeit zu verkürzen, wird mit zwei Bauequipen gleichzeitig gearbeitet», sagt Donatiello. Dementsprechend wird der Verkehr momentan mit zwei hintereinander befindlichen Ampeln durch das Dorf ­geleitet. «In den meisten Fällen sorgt eine grüne Welle für eine optimale Durchfahrt durch das Dorf», sagt Donatiello.

«Es gibt keine ­Alternativen dazu»

Dies kann auch Harry Wilhelm bestätigen. «Rückstaus von der Ampel in Densbüren bis nach Herznach sind sehr selten zu beobachten.» Bei den ­beiden Bauabschnitten – etwa auf Höhe der Gemeindeverwaltung – hat der Kanton zu Beginn die Werkleitungen neu verlegt. «Der Start verlief problemlos und ohne Überraschungen», sagt Donatiello. Das Ampel­regime wird in Densbüren bis zum Ende der Bauarbeiten bestehen bleiben. «Es gibt keine ­Alternativen dazu», sagt Donatiello, der darauf hinweist, den Motor während der Wartezeiten auszumachen, um die Beeinträchtigungen für Anwohner zu minimieren.

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Autor

Dennis Kalt

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