Laufenburg

Sanierung Kantonsstrasse soll optimiert werden: Gibt es sechs Wochen weniger Stau?

Wegen Bauarbeiten staut sich der Verkehr in Laufenburg. Bald wird der Abschnitt im Bild saniert – mit zweispuriger Verkehrsführung.

Wegen Bauarbeiten staut sich der Verkehr in Laufenburg. Bald wird der Abschnitt im Bild saniert – mit zweispuriger Verkehrsführung.

Laufenburger Gewerbe befürchtet hohe Einnahmeausfälle – nun sind Massnahmen geplant, um die Bauzeit zu verkürzen und der Verkehr flüssiger zu gestalten.

In Laufenburg wird seit Anfang Jahr die Kantonsstrasse im Innerorts-Bereich saniert. Durch die Bauarbeiten wird der Verkehr nur einspurig durch die Baustelle geführt, eine Lichtsignalanlage oder der Verkehrsdienst regeln den Verkehr.

Die Folge: Es kommt, gerade in den Stosszeiten, oft zu langen Staus. Dies wiederum bereitet den Gewerbetreibenden im Baustellenperimeter grosse Sorgen. Sie befürchten hohe Ertragseinbussen. Hochgerechnet auf die Bauzeit – die Verantwortlichen rechnen mit einer Dauer bis Februar 2021 –, sprechen sie von Ausfällen in Millionenhöhe.

Mehr Personal und eine Zeit lang ohne Ampel

Im Mai haben die Gewerbler deshalb einen Appell an Gemeinde und Kanton gerichtet und gefordert, dass die Bauzeit verkürzt werden müsse, etwa indem mehr Bau-Teams eingesetzt werden oder im Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet wird.

Viel sei allerdings seither nicht passiert, sagt Roman Maier, Geschäftsführer der Bäckerei Maier und Initiator des Gewerbler-Treffens im Mai. Einzig an langen Wochenenden sei die Strecke zweispurig befahrbar gewesen. 

Mehr Teams seien aber beispielsweise nicht im Einsatz. Deshalb habe sich auch die Situation für die Gewerbler nicht geändert. «Wir haben weiterhin Einnahmenausfälle. Eine Baustelle ist immer ein Hemmnis», so Maier.

Der Stadtrat Laufenburg habe die kantonale Abteilung Tiefbau ersucht, einen Zwei-SchichtBetrieb auf der Baustelle zu prüfen, sagt Projektleiter Daniel Mathys. «Die Entscheidung dazu steht noch aus.» Dennoch gibt es nun aber einen Hoffnungsschimmer für das Gewerbe.

Kanton und Stadt hätten drei Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation und zur Verkürzung der Bauzeit beschlossen, so Mathys. «Durch eine Optimierung des Bauablaufs zwischen Schulhaus und Schwertlisturm kann der Verkehr in diesem Abschnitt für einige Wochen zweispurig geführt werden.» Eine Ampel ist in dieser Zeit nicht nötig.

Weiter werden durch eine Aufstockung des Baustellenpersonals die Bauarbeiten für die Lichtsignalanlage an der Kaisterstrasse zeitgleich mit den Bauarbeiten an der Baslerstrasse ausgeführt. Daniel Mathys sagt: 

Und: Ab Mitte August soll der Verkehr aus Sisseln zwischen 15 und 19 Uhr beim Abzweiger Kraftwerk zusätzlich durch eine manuell bediente Lichtsignalanlage gesteuert werden. Dadurch verspricht man sich einen flüssigeren Verkehr vor den Geschäften an der Baslerstrasse. «Ein Probebetrieb von drei Wochen soll zeigen, ob diese Wirkung erzielt werden kann.»

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Autor

Marc Fischer

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