Laufenburg

SBB setzen auf regionale Backwaren – auch auf Gipfeli aus dem Aargau

Roman Maier, hier in der Filiale in Laufenburg, freut sich über den Auftrag der SBB.

Roman Maier, hier in der Filiale in Laufenburg, freut sich über den Auftrag der SBB.

Die SBB setzt in ihren Speisewagen und Bistros künftig auf Regionalität: Auch die Laufenburger Bäckerei Rolf Maier & Co. liefert ab April täglich frische Backwaren für Speisewagen und Zug-Bistros.

Wer mit dem Zug in der Schweiz unterwegs ist und sich im Speisewagen ein Butter- oder Schoggigipfeli gönnt, der isst ab dem kommenden April möglicherweise Backwaren der Laufenburger Rolf Maier & Co AG.

Das Fricktaler Unternehmen mit neun Filialen und rund 150 Mitarbeitern ist einer von sieben regionalen und zwei nationalen Anbietern, die in der neuen Ausschreibung der SBB den Zuschlag erhalten haben. Die bestehenden Verträge seien ausgelaufen und mit den neuen Anbietern werde das Angebot lokal verwurzelt. «Lange Transportwege können vermieden und Frische gewährleistet werden», betont die SBB.

Bäckerei Maier belieferte die SBB schon vor 80 Jahren

Die Freude bei Roman Maier, dem Geschäftsführer der Bäckerei Maier, ist gross. «Das ist ein sehr prestigeträchtiger Auftrag», sagt er. Und es ist für das Laufenburger Familienunternehmen ein «Comeback» als SBB-Lieferant: «Mein Urgrossvater belieferte die SBB vor rund 80 Jahren mit Brezeln, damals sogar unter einem geschützten Namen», so Roman Maier. Nun umfasst das Sortiment neben den zwei Gipfeli-Sorten auch Brot und Speck-Käse-Brioches.

Die Bäckerei Maier hatte sich für die Anlieferungen in Zürich und in Basel beworben – und letztlich den Auftrag für Basel erhalten. Schweizweit waren insgesamt 13 Anlieferungsorte Gegenstand der Ausschreibung.

Vor dem Zuschlag mussten die Bewerber ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren durchlaufen. Dabei sei ihnen sicher die moderne und zertifizierte Produktion in Laufenburg und die bestehende Logistik für Transporte nach Basel zugutegekommen, so Maier.

Doch auch geschmacklich mussten die Backwaren überzeugen. «Es gab eine Degustation von allen Bewerbern, die im Rennen waren», so Maier. Seitens der SBB sagt Mediensprecher Oli Dischoe: «Den Zuschlag erhielten Bäckereien, die in Bezug auf Wirtschaftlichkeit und Qualität überzeugt haben. Dazu gehört auch die Bäckerei Maier.»

Künftig werden aus der Laufenburger Produktion täglich frisch 129 000 Backwaren pro Jahr nach Basel geliefert und dort auf die verschiedenen Züge verteilt, die in Basel abfahren. Finanziell entspreche dies einem sechsstelligen Umsatzvolumen, so Maier.

Und weiter: «Ein solcher Auftrag steigert die Auslastung der Produktion und gibt Sicherheit.» Zusätzlich wird er wohl den Namen der Bäckerei Maier schweizweit bekannter machen. Gemäss Roman Maier ist es angedacht, dass in den neuen Speisekarten der SBB die Lieferanten genannt werden.

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