«Gut Ding will Weile haben», meinte Gemeindeammann Fredy Böni in seiner Festansprache bei der Einweihung der neuen Dreifachturnhalle und unterstrich, dass diese Entwicklung ein langfristiges, generationsübergreifendes Denken und Planen voraussetze.

Nur so sei es möglich, ein solches Grossprojekt zu finanzieren und zu realisieren. Er freute sich über den rundum gelungenen Abschluss und bedankte sich bei allen für die gute Zusammenarbeit.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Durch das Abdrehen des Gebäudes mit Ausrichtung der Schmalseite zur Strasse hin entwickelt es sich in den Hang hinein.

So konnten zusammenhängende Freiräume erhalten bleiben und dennoch ist es überall hell und freundlich durch riesige Fenster an den Frontseiten und an der Decke.

Kernstück des Hauses ist ohne Zweifel die neue Dreifachturnhalle, die bei Bedarf durch Trennwände in bis zu drei eigenständigen Bereiche geteilt werden kann, wie Michael Reinecke und René Berger vom Projektleitungsteam sowie Lukas Fässler, Vizeammann, und Bernadette Kern, Gemeinderätin, verantwortlich für die Turnraumplanung, beim Rundgang erklärten.

In der Halle mit ihrer in klaren Formen aus Glas und Holz konzipierten Tribüne finden 535 Personen einen Sitzplatz, dazu kommen 105 Stehplätze. Im Untergeschoss befinden sich Garderobe und Duschräume. Die Nutzung der Halle ist überwiegend für den Schulbedarf gedacht, doch natürlich können auch örtliche Vereine hier trainieren.

Der multifunktionale Mehrzweckraum im Eingangsbereich ist unter anderem nach den Sommerferien auch für die Mittagstischbetreuung der Kinder vorgesehen.

Im Obergeschoss gibt es fünf nach neuestem Stand ausgestattete Schulzimmer für Informatik, Sprachen und textiles Werken. Insgesamt ergibt sich überall durch das ideenreiche Zusammenspiel von Licht, dem teils naturbelassenen Betonwänden und den vielen schallschluckenden Holzpaneelen eine wunderbar warme, lebendige Atmosphäre. Es ist das Ergebnis des Siegerprojektes einer Ausschreibung, gewonnen vom Architekturbüro Götz und Partner aus Schaffhausen.

Anonyme Spende

Eine anonyme Spende ermöglichte vor der Halle den spielerisch luftigen Kunstbau «Plug and Play», entworfen vom Zürcher Künstler Markus Weiss. Der sechseckige, farbige Aufbau, erreichbar über drei Treppen, erinnert an ein Karussell, im Unterbau ist ein ebenso bunter Kiosk eingelassen. Auf dem neu entstandenen Kombispielplatz neben dem Gebäude vergnügten sich schon mit jeder Menge Spass die Kinder.

Auch Regierungsrat Roland Brogli hatte es sich nicht nehmen lassen, zur Einweihung persönlich zu kommen. Er gratulierte zu diesem überaus gelungenen Projekt, unterstrich die Wichtigkeit, dass alle in der Gemeinde an einem Strang ziehen und freute sich, wie Möhlin und die gesamte Region sich stetig weiterentwickeln.

Langer Weg

OK-Präsident Lukas Fässler blickte in seiner Festrede zurück auf die verschiedenen Planungs- und Realisierungsabschnitte, angefangen von der Genehmigung des Kredits für einen Studienauftrag am 30. Juni 2011 über die Zustimmung zu Projektierung und Bau 2012 bis hin zum Baubeginn im Herbst 2013.

Architekt Roland Hofer liess die besonderen Herausforderungen dieses Projektes Revue passieren, Künstler Markus Weiss ging auf die speziellen Überlegungen für seinen Entwurf ein.

Den kirchlichen Segen erhielt die Turnhalle mit einem fröhlichen Handballmatch von Christiane Bitterli (reformierte Kirche), Daniel Reidy (römisch-katholische Kirche) sowie Christian Edringer (christkatholische Kirche). Mit fetzigen Melodien umrahmte die Musikgesellschaft Möhlin das Fest, danach war bis weit in die Nacht hinein Party angesagt.