Stein

Schulumbau für Millionen-Betrag geplant – wie sich die Schullandschaft im Fricktal verändert

Schule Stein: Eine Arbeitsgruppe kam zum Ergebnis, dass die Schule um eine Nutzfläche von 400 Quadratmetern erweitert werden muss.

Schule Stein: Eine Arbeitsgruppe kam zum Ergebnis, dass die Schule um eine Nutzfläche von 400 Quadratmetern erweitert werden muss.

Die Schule Stein hat einen massiven Umbaubedarf – auch andernorts wird wegen des Lehrplans 21 investiert.

In der Fricktaler Schullandschaft stehen Veränderungen an: Ab nächstem Schuljahr schickt Eiken seine Oberstufenschüler nach Frick, diejenigen aus Stein gehen nach Rheinfelden. Ebenso nach Rheinfelden zügeln die Schüler des Oberstufenzentrums Fischingertal (OSZF). Auch die Sek- und Realschüler aus Magden werden im Engerfeld die Schulbank drücken. Damit stellt sich für die Gemeinden Eiken, Magden und Stein die Frage, was sie mit den verwaisten Zimmern anstellen sollen. Die gleiche Frage muss sich auch der OSZF-Schulvorstand, der die angeschlossenen Gemeinden Mumpf, Obermumpf, Wallbach und Schupfart vertritt, stellen.

In der Schule in Stein werden durch den Wegfall der Oberstufe ab nächstem Schuljahr drei Schulzimmer frei. Für die Gemeinde ist dies eine komfortable Situation, denn: «Diese Schulzimmer werden benötigt, weil wir dann voraussichtlich alle übrigen Schulklassen doppelt führen müssen», sagt Gemeindeschreiber Sascha Roth. Stünden diese drei Schulzimmer nicht zu Verfügung, so hätte man mehrere Container mieten müssen, in denen der Unterricht stattgefunden hätte.

Erheblicher Investitionsbedarf

Dass sich aufgrund des Lehrplans 21 ein erheblicher Sanierungs- und Umbaubedarf aufgestaut hat, kann Roth nicht verhehlen. «Für die Schulzimmer sind Gruppenräume notwendig.» Darüber hinaus müsse man die Tagesstrukturen und die Musikschule integrieren sowie das Lehrerzimmer vergrössern. Eine Arbeitsgruppe kam zum Ergebnis, dass die Schule um eine Nutzfläche von 400 Quadratmetern erweitert werden muss. «Die Schätzung geht von Kosten von rund 2,4 Millionen Franken aus», so Roth. Der Verpflichtungskredit für die Projektierung der Sanierung und Erweiterung der Schule soll bereits an der nächsten Gemeindeversammlung traktandiert werden, der Baukredit voraussichtlich ein Jahr später.

In Eiken plante der Gemeinderat, die zwei Abteilungen des Kindergartens Grossrüti in die vier freiwerdenden Zimmer der Schule Eiken ab nächstem Schuljahr zu verlegen. «Aus den vier Zimmern hätten wir je zwei Arbeits- und Gruppenräume für die zwei Abteilungen gemacht», sagt Vizeammann Markus Zwahlen. Weil der Kindergarten jedoch ab nächstem Schuljahr drei Abteilungen führen muss, ist der Gemeinderat von diesem Vorhaben abgekommen. Stattdessen werde in den freien Zimmern nun der Musikunterricht stattfinden und eine Primarschulklasse, die doppelt geführt werden muss, unterrichtet. Derzeit habe der Gemeinderat einen Architekten engagiert, um abzuklären, inwiefern die Nutzung des Schulraumes optimiert werden kann, sagt Zwahlen. «Auch hinsichtlich der Unterbringung von drei Kindergarten-Abteilungen.»

Schule wird im Sommer umgebaut

In der Schule in Magden werden durch den Weggang der Oberstufe vier Zimmer frei. «In diesen werden ab dem neuen Schuljahr die Klassen der Unterstufe unterrichtet», sagt Gemeindeammann André Schreyer. Um die Infrastruktur für die Unterstufe an den Lehrplan 21 anzupassen, hat der Souverän im Dezember 2018 einen Kredit über 605 000 Franken bewilligt, mit dem die Räumlichkeiten neu unterteilt und ausgestattet werden. Neben den fehlenden Gruppenräumen für die Klassen werden unter anderem ein bis zwei Fremdsprachenzimmer, zwei Zimmer für das textile Werken mit Materialraum, ein grösseres Lehrerzimmer und Räume für Logopädie eingerichtet. «Der Umbau wird in den Sommerferien ausgeführt», so Schreyer.

Unklar hingegen ist weiterhin, wie es mit dem Oberstufenzentrum Fischingertal in Mumpf weitergeht. Die Schule ist für knapp 200 Schüler ausgerichtet. «Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung», sagt Astrid Zeiner, Präsidentin des Schulvorstandes. Derzeit befände sich der Schulvorstand mit der Gemeinde Mumpf in Kontakt, die sich darum bemüht, im Oberstufenzentrum Platz für ihre 70 Primarschüler zu mieten. «Der Ausgang ist offen», so Zeiner.

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Autor

Dennis Kalt

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