Wittnau

Schwingfest-Abbauarbeiten sind im Gang – auch der Festsieger packt mit an

David Schmid räumt ab und nach Sieg auch noch auf

David Schmid räumt ab und nach Sieg auch noch auf: Beitrag von Tele M1.

Sie kriegen auch am Tag danach das Grinsen nicht aus dem Gesicht. Werner Müller, OK-Präsident, und David Schmid, Schwinger, packen am Montag mit an, als in Wittnau die Arena des Nordwestschweizerischen Schwingfests abgebaut wird. Keine 24 Stunden ist es da her, seit Schmid im Schlussgang Andreas Döbeli nieder- und den Festsieg errang – als Einheimischer notabene; daheim ist er auf einem Hof in Sichtweite der Sägemehlringe. «Die Arena hat gebebt», sagt Schmid über den Moment, als er Döbeli ins Sägemehl drückte. «Ich hatte Hühnerhaut», sagt Müller.

Das Publikum habe ihn den ganzen Tag über getragen, sagt Schmid und die Dankbarkeit und der Stolz sind deutlich zu spüren. Gleichzeitig sei da aber natürlich auch ein gewisser Druck gewesen, eine gewisse Erwartungshaltung an ihn, den Vorjahressieger und Lokalmatador. «Es war eine Gratwanderung», sagt Schmid. Er bereitete sich deshalb mit seinem Mentaltrainer explizit auf diese Situation vor. «Das hat super funktioniert», sagt er.

Emotional war dann auch das Fest nach dem Fest. «Viele Leute sind lange geblieben und haben gefeiert», sagt Schmid. Unzählige Hände hat er geschüttelt – und natürlich auch angestossen. Vier Bier hatte ihm der Konditionstrainer erlaubt, schliesslich steht in wenigen Wochen mit dem Eidgenössischen Schwingfest in Zug der zweite Saisonhöhepunkt an. Die vier Bier hätten gereicht, findet Schmid mit einem Lachen. «Nach der harten Vorbereitung bin ich mich Alkohol schlicht nicht mehr gewohnt.» Er erschien denn auch «mit leichten Kopfschmerzen» und eine Stunde später als angekündigt zum Abbau – böse war ihm niemand.

Werner Müller (l.) und David Schmid packen beim Abbau der Schwingarena mit an.

Werner Müller (l.) und David Schmid packen beim Abbau der Schwingarena mit an.

«Mit dem Heimsieg ging ein Traum in Erfüllung»

Der Festsieger ist einer von gut 70 Helfern, die Festzelte, Beizli und andere Infrastruktur abbauen. Der Zivilschutz montiert die drei Zuschauertribünen ab. Und mit riesigen Staubsaugern wird das Sägemehl vom Sportplatz entfernt. Bis zum Mittwoch soll alles wieder so sein, wie es einmal war.

Wobei: Die Erinnerungen werden noch lange bleiben. «Mit dem Heimsieg von David ist ein Traum in Erfüllung gegangen», sagt Müller. Aber nicht nur dem Festsieger spricht er ein grosses Lob aus, sondern auch sämtlichen Helfern. «Sie haben alle gemeinsam dafür gesorgt, dass alles reibungslos geklappt hat», so Müller. In diesem Moment kommt prompt einer der Helfer zu David Schmid, gibt ihm die Hand. «Das war einfach genial», sagt er. Auch er hat ein Grinsen im Gesicht.

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Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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