Rheinfelden

Seit vier Monaten wird das Bier abgasfrei und leise ausgefahren

Er fährt mit Strom: Lastwagen von Feldschlösschen. zvg

Er fährt mit Strom: Lastwagen von Feldschlösschen. zvg

Seit über vier Monaten beliefert Feldschlösschen seine Kunden mit einem 18-Tonnen-Elektro-Lastwagen. Die Rückmeldungen der Kunden fallen positiv aus.

Eine erste Bilanz der Feldschlösschen Getränke AG zeigt: Das innovative Fahrzeug ist praxistauglich und hat die Erwartungen erfüllt. Laut einer Mitteilung an die Medien hat eine Auswertung der Fahrten von September bis Dezember 2013 gezeigt, wie sich die Technik des Fahrzeugs in der Praxis bewährt. Der Lastwagen weise eine zufriedenstellende Nutzlast auf, und die Batterie funktioniere wunschgemäss, so die Mitteilung.

Strom aus Wasserkraft

Pro Tag legte der Elektro-Laster im Schnitt 65 Kilometer zurück, belieferte 11 Kunden und war mit 4,6 Tonnen Bier und Getränken beladen. Er konnte somit wie geplant zur Belieferung von Kunden der Gastronomie und des Detailhandels in der Agglomeration Zürich eingesetzt werden. Von diesen erhält Feldschlösschen positive Rückmeldungen zum leisen und abgasfreien Fahrzeug. Der Energieverbrauch des Lastwagens beträgt pro 100 Kilometer durchschnittlich 73 Kilowattstunden. Dies entspricht weniger als 8 Litern Dieseltreibstoff. Feldschlösschen betreibt Elektro-Lastwagen mit Strom aus Wasserkraft und wird die Winterperiode abwarten, um eine abschliessende Beurteilung des ersten 18-Tonnen-Elektro-Lastwagens der Schweiz vorzunehmen. Zudem sollen weitere Chauffeure auf dem Gefährt ausgebildet werden, damit die Einsatzfrequenz weiter erhöht werden kann.

Das Eco-drive-System reduziert Energieverbrauch und CO2-Ausstoss der Feldschlösschen-Lastwagen-Flotte. Das Rheinfelder Unternehmen ist im Bereich Logistik und Feinverteilung Pionier in der Schweiz. Das zeigt auch das in Mitteleuropa bisher einzigartige Eco-drive-System Telematics, das Feldschlösschen bereits auf 122 Lastwagen installiert hat. Das System erfasst via GPS sämtliche Fahrten, analysiert unter anderem den Fahrstil des Chauffeurs, zeigt Leerläufe auf und liefert eine Vielzahl von Informationen, die Optimierungspotenzial für ein wirtschaftliches und ökologisches Fahrverhalten aufzeigen. So sollen bei Feldschlösschen in Zukunft jährlich 75 000 Liter Dieseltreibstoff und rund 200 Tonnen CO2 eingespart werden. (az)

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