Der Gemeinderat beantragte dem Souverän einen gleichbleibenden Steuerfuss von 102 Prozent, was faktisch einer Steuererhöhung um drei Prozentpunkte entsprach; dies vor dem Hintergrund, dass der Kanton seinen Steuerfuss um drei Prozentpunkte erhöht, weil er von den Gemeinden zusätzliche Aufgaben übernommen hat, und die Gemeinden ihren Steuerfuss gleichzeitig um drei Prozentpunkte senken sollten.

Der Gemeinderat begründete seinen Antrag mit dem neuen Finanzausgleich zwischen den Gemeinden; dieser führe zu Mehrkosten von jährlich rund 225'000 Franken. Ohne die beantragte Steuerfusserhöhung müssten bestehende Leistungen abgebaut werden.

Mehrere Votanten sprachen sich für eine Beibehaltung des Steuerfusses aus. Dafür wurden verschiedene Gründe genannt: Die geringe Verschuldung, der hohe Steuerertrag pro Kopf und die Verpflichtung an den Gemeinderat, mit dem Verzicht auf die Erhöhung der Steuern sparsamer mit den zur Verfügung stehenden Mitteln umzugehen.

In der Abstimmung sprach sich eine Mehrheit von 129 Stimmberechtigten gegen eine Erhöhung des Steuerfusses aus. Das Budget 2018 wurde somit mit einem Steuerfuss von 99 Prozent und damit einem Aufwandüberschuss von knapp 200'000 verabschiedet.

Zum Abschluss des offiziellen Teils informierte Gemeindeammann Regine Leutwyler über den Stand der Abklärungen der Oberstufe. Münchwilen teilte dem Gemeinderat mit, dass sie vom Standortentscheid Frick nicht abweichen möchten. Küttigen meldete zurück, dass sie der Kreisschule Aarau beitreten werden. Mit Herznach und Ueken konnte die eingesetzte Arbeitsgruppe Gespräche führen. Herznach zeigte vorerst Interesse, hat aber vor kurzem mitgeteilt, dass der Oberstufenstandort Frick weiterhin beibehalten wird. Eiken hat das Angebot von Gipf-Oberfrick aufgenommen und wird dieses weiter intern diskutieren. Die Gemeinde Ueken hat sich bisher noch nicht geäussert. Der Gemeinderat hat entschieden, die Rückmeldungen von Ueken und Eiken noch abzuwarten. Danach soll im ersten Quartal 2018 das weitere Vorgehen festgelegt werden. (AZ)