Rheinfelden

Stadt Rheinfelden gibt 5-Millionen-Darlehen zur Strandbadsanierung

Das Rheinfelder Strandbad wird für rund 5 Millionen Franken saniert.

Das Rheinfelder Strandbad wird für rund 5 Millionen Franken saniert.

Nach längeren Diskussionen genehmigten die Rheinfelder Stimmberechtigten ein Darlehen von 5 Millionen Franken zur Sanierung und Modernisierung des Strandbades. Der SVP-Antrag, das Kapital müsse auf dem privaten Markt beschafft werden, scheiterte.

Sommerlich waren die Temperaturen am Mittwochabend im Rheinfelder Bahnhofssaal an der Einwohnergemeindeversammlung und sommerlich war auch das erste Traktandum, das zu Diskussionen Anlass gab: die Sanierung und Modernisierung des Strandbades.

Der Stadtrat beantragte einerseits, der KuBa Freizeitcenter AG ein Darlehen in der Höhe von 5 Millionen Franken bei einer Verzinsung von 1,75 Prozent zu gewähren, und gleichzeitig den jährlichen Betriebsbeitrag von 700 000 auf 825 000 Franken zu erhöhen.

Kapital auf dem Markt beschaffen

Die Berechnung des Betriebsbeitrags sei auf der Basis des Darlehens erfolgt, erklärte der Stadtrat in der Diskussion, die beiden Beträge seien deshalb eng verknüpft. Gleich mehrere Votanten monierten nämlich an der Versammlung, die KuBa Freizeitcenter AG als privatrechtliche Rechtsform, solle das Darlehen auf dem Kapitalmarkt beschaffen.

«Damit können die Vorteile einer privatrechtlichen Rechtsform vollständig genutzt werden. Das städtische Kapital muss nicht unnötig lang gebunden», hatte die Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission (GPFK) schon in der schriftlichen Stellungnahme in der Botschaft angemerkt. An der Versammlung bekräftigte die GPFK ihre Haltung.

Die SVP ihrerseits nahm die Bedenken auf und stellte den Antrag, die KuBa müsse das Kapital auf dem privaten Markt beschaffen. Auch die SP favorisierte diese Variante und bat zudem darum, «wenn immer möglich von Erhöhungen der Eintrittspreise nach der Sanierung abzusehen.

Jürg Gasser, der städtische Leiter Finanzen, erklärte in seiner Replik, neben der engen Verknüpfung zwischen Betriebsbeitrag und Darlehen müsste die Einwohnergemeinde eine Solidarbürgschaft über die 5 Millionen gewährleisten, damit die KuBa das Kapital auf dem freien Markt beschaffen könne.

«Das Risiko haben wir dann trotzdem», so Gasser, «aber der Zins geht an die Bank.»

Nach einer kurzen Pause, in der der Stadtrat über das Abstimmungsprozedere beriet, kam zunächst der SVP-Antrag zur Abstimmung.

Falls die Bevölkerung diesem zustimme, müsse der Stadtrat seinen Antrag zurückziehen, erklärte Stadtammann Franco Mazzi, und an einer späteren Gemeindeversammlung die Solidarbürgschaft zur Abstimmung bringen.

So weit kam es nicht. Der SVP-Antrag wurde mit grosser Mehrheit abgelehnt und kurz darauf wurde dem Antrag des Stadtrates ebenso deutlich entsprochen.

Sanierung nach der Badesaison

Die eigentliche Sanierung und Modernisierung stand bei der Behandlung des Geschäftes kaum zur Diskussion. Und so wird das Strandbad nach der laufenden Sommersaison saniert.

Die beiden Mehrzweckbecken werden mit rostfreiem Edelstahl ausgekleidet, das Planschbecken wird umfassend erneuert, eine neue Wasseraufbereitungsanlage wird installiert und eine neue Sprunganlage am Rheinufer errichtet.

Zudem soll das Wasser künftig erwärmt werden. Die Verantwortlichen versprechen sich davon einen höheren Badekomfort –  speziell für Schwimmkurse –  und mehr Eintritte.

Dem ökologischen Aspekt wird insofern Rechnung getragen, dass die KuBa im Winter durch die Eisaufbereitungsanlagen Energie abgeben kann, welche sie im Sommer zur Wassererwärmung wieder beziehen kann.

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