Eiken

Stefan Grunder ist neuer Ammann, Markus Zwahlen neuer Vizeammann

Das Eiker Gremium freut sich auf die kommenden vier Jahre: Christoph Aebi, Stefan Grunder (Ammann), Markus Zwahlen (Vizeammann), Ingo Anders (v. l.).

Das Eiker Gremium freut sich auf die kommenden vier Jahre: Christoph Aebi, Stefan Grunder (Ammann), Markus Zwahlen (Vizeammann), Ingo Anders (v. l.).

Die vier bisherigen Gemeinderäte wurden klar wiedergewählt. Das Gremium mit Stefan Grunder an der Spitze sieht darin den Auftrag, für politische Konstanz zu sorgen.

Gut geschlafen habe Stefan Grunder in der Nacht vor den Gemeinderatswahlen. Er war sich sicher, dass die Bevölkerung seine Arbeit in den vielen Organisationskomitees, als langjähriges Vorstandsmitglied des FC Eiken und seit rund einem Jahr als Gemeinderat an der Wahlurne honorieren werde. Der 55-Jährige hatte recht: Mit 327 der 383 gültigen Stimmen wurde er zum Gemeindeammann gewählt. «Ich bin sehr erfreut über das in mich gesetzte Vertrauen», sagt Grunder.

Weiter als Gemeinderäte wurden Markus Zwahlen (364 Stimmen), Christoph Aebi (336 Stimmen) und Ingo Anders (309 Stimmen) bestätigt. Zwahlen wurde auch gleichzeitig mit 223 Stimmen zum Vizeammann gewählt. Er setzt sich gegen Ingo Anders durch, der 114 Stimmen erhielt. Markus Zwahlen ist stolz auf seine Wahl: «Die Verantwortung und die Präsenszeiten werden steigen. Doch dies nehme ich gerne in Kauf.» Ingo Anders nimmt seine Niederlage sportlich: «Die demokratischen Spielregeln sind zu akzeptieren und mein Verhältnis zu Markus Zwahlen bleibt, wie vor der Wahl ein kollegiales.»

Fünftes Ratsmitglied gesucht

Noch nicht bekannt ist, wer beim 2. Wahlgang am 26. November für den fünften Sitz im Gemeinderat kandidiert. «Wir werden hierzu in den kommenden Tagen auf die Ortsparteien zugehen», sagt Gemeinderat Christoph Aebi. Das Gremium ist sich jedoch sicher, dass sich bis dahin ein geeigneter Kandidat finden wird, «auch weil wir in den letzten Monaten als Team zusammengewachsen sind und zusammen am Gemeindekarren ziehen», ist man sich einig.

Auffällig ist, dass der Gemeinderat bisher nur aus männlichen Mitgliedern. Anders sieht darin jedoch kein Problem: «Wir betreiben Politik unter dem Grundsatz der Gleichberechtigung von Mann und Frau.» Für Anders sind der Charakter und die fachliche Eignung des Kandidaten entscheidender als das Geschlecht. Dies gilt auch, wenn es um die Besetzung des fünften Sitzes im Rat geht.

Vier Jahre ohne Demissionen

Als Gemeindeammann verfolgt Grunder klare Ziele: Er möchte Ruhe in die Gemeinde zurückbringen, für politische Konstanz sorgen und Pendenzen aufarbeiten. Er ist sich sicher: «Demissionen von Gemeinderatsmitgliedern wird es in den nächsten vier Jahren nicht geben.»

Grunder ist sich seiner Verantwortung und der zeitlichen Belastung, die mit dem Ammann-Amt einhergeht, bewusst: «Ich habe bereits in den vergangenen Monaten rund 30 Prozent investiert, um Pendenzen aufzuarbeiten», sagt Grunder, der bei einem Arbeitgeber angestellt ist, der es ihm jederzeit erlaube, für die Arbeit in der Gemeinde kürzerzutreten.

Kritik soll geäussert werden

Eine wichtige Weichenstellung für die politische Arbeit in den nächsten vier Jahren ist es laut Grunder gewesen, dass das Verhältnis zur Verwaltung erheblich verbessert wurde. «Ich habe das Gefühl, dass wir in den letzten Monaten zusammengewachsen sind», sagt Grunder.

Um die nächste Amtsperiode gut gestalten zu können, ist es laut Zwahlen wichtig, dass die Bevölkerung nicht mit der Kritik hinter dem Berg hält. «Es ist wichtig, dass diese zügig und konstruktiv geäussert wird, bevor sie destruktiv wird.»

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