In den Skiorten herrscht Hochsaison. Auch im Fricktal sind diese Woche noch Ferien – und das wird genutzt. Einige Tage in den Bergen war etwa der Zuzger Anwalt Jascha Schneider.

«Adelboden war gut besucht», sagt er und teilt damit den Eindruck, den mehrere andere Fricktaler Skifahrer ebenfalls schildern: Gerade an schönen Tagen hat es auf den Pisten viele Gäste. «Auch in der Lenzerheide merkt man, dass vielerorts Schulferien sind», sagt der Laufenburger Stadtammann Herbert Weiss.

Das geht sogar so weit, dass Politiker in der Ferienregion Graubünden diskutieren, wie die Skiregionen entlastet werden könnten. Sie fordern, dass die Wintersportferien schweizweit koordiniert gestaffelt werden. Heute hängen die Ferien vom Datum der Osterfeiertage ab und sind meist auf vier bis sechs Wochen im Februar und März konzentriert.

Probleme bei der Planung

Der Vorschlag zur stärkeren Staffelung der Ferien kommt im Fricktal nur bedingt an. Einige der befragten Skifahrer verweisen auf die Vorteile, die eine Regelung bringen könnte – neben mehr Platz auf der Piste und in den Restaurants wären das etwa tiefere Preise für Hotels und Wohnungen.

«Das wäre gerade für Familien schön», sagt der Möhliner Gemeindeschreiber Marius Fricker. «Die Staffelung gehandhabt wie bisher macht sicher Sinn. Es kann ja nicht sein, dass die gesamte Schweiz zwei Wochen lang die Skipisten, Hotels und Ferienwohnungen wie ein Heuschreckenschwarm überfällt», sagt auch der Rheinfelder SP-Politiker Peter Koller. Aber: «Einer noch stärkeren Staffelung stehe ich skeptisch gegenüber.»

Dies vor allem mit Blick auf Familien mit mehreren Kindern. Im Aargau sind die Schulen heute schon flexibel, was ihre Ferienplanung angeht. Die kantonal einheitlichen Daten – das sind Herbst-, Weihnachts-, Frühlings- und Sommerferien – werden durch den Erziehungsrat festgelegt. Den Rahmen für weitere vier Ferienwochen, etwa die Sportferien, setzt der Schulrat des Bezirks mit der Schulpflege.

Das führt dazu, dass es zwischen den Bezirken und sogar zwischen den einzelnen Gemeinden Unterschiede geben kann. Und auch mit den Nachbarkantonen – etwa den beiden Basel – gibt es teilweise keine Überschneidungen. «Wenn die Regionen für diese Staffelung weiter zerstückelt würden, werden gemeinsame Skiferien für noch mehr Familien zum Problem», befürchtet Koller.

Sinnvolle Verteilung wichtig

Eine Erfahrung, die alle befragten Fricktaler schon einmal gemacht haben. Jascha Schneider etwa würde sich daher wünschen, dass zumindest eine der beiden Wochen im Fricktal mit Basel zusammenfallen.

Auch die Laufenburger Kindergarten-Lehrperson Irène Leonforte, die vor wenigen Tagen aus dem Skilager in Adelboden zurückgekehrt ist, erzählt von Problemen mit der Ferienplanung. «Eine stärkere Staffelung bringt sicher auch Nachteile», sagt sie deshalb. Ausserdem gelte es zu bedenken, dass die Ferien sinnvoll über das Jahr verteilt werden sollten.

«Es bringt nichts, kurz nach den Weihnachtsferien wieder Ferien anzusetzen – und danach keine mehr bis spät in den Frühling», sagt Leonforte.