Der Zirkusanimateur Tommy Müller aus Wittnau hat drei Kinder, die seine Arbeit aufmerksam verfolgen und öfter an seinen Auftritten anwesend sind. Seine älteste Tochter wird am Balloni-Kinderzirkus-Kurs, der in den Herbstferien in Kaisten stattfindet, teilnehmen.

Nach dem Abschluss der Scuola Teatro Dimitri im Tessin reagierte der Zirkusanimateur auf eine Anzeige des Balloni-Zirkus. Seine Arbeit ist aber keine Vollzeitbeschäftigung: Nebenbei hat Müller regelmässig Clownauftritte im Spital Theodora-Stiftung, zudem leitet er Theaterkurse und Zirkusanimationen. Seit 2002 ist er als freischaffender Schauspieler tätig. Müller arbeitet zudem seit fünf Jahren als Animateur. Zu sehen ist er auch mit dem Clown Pepe, seinem Teamkollegen. Auf den Schwerpunkt seiner Arbeit angesprochen, antwortet Müller: «Es kommt auf die Tätigkeit an. Das Wichtigste ist es, gute Laune zu verbreiten und improvisationsfähig zu sein.»

Glückliche Gesichter als Ziel

Müller ist glücklich mit seiner Arbeit: «Wenn ich etwas ändern wollte, würde ich es jetzt tun, die Arbeit gefällt mir jedoch sehr gut.» Und wie reagiert man als Artist auf Kritik? «Es kommt auf den Moment drauf an und von wem die Kritik kommt», schmunzelt Müller.

Den Höhepunkt seiner Arbeit bilden die Premieren und die glücklichen Gesichter der Kinder bei jedem seiner Auftritte. Das Seeburgtheater ist eines der wichtigsten Erlebnisse für Müller. Internationale Shows gab es bisher nur wenige. Der Wittnauer erinnert sich aber gerne an einen Auftritt in Luxemburg sowie an einen Auftritt in Stuttgart, an dem er Regie führte.

Der Zirkus Balloni hat ein grosses Zielpublikum. Jeder, der Spass an vielen unvergesslichen und lustigen Auftritten hat, darf kommen. Diese beinhalten beeindruckende Zauberer, witzige Clowns, Jongleure, Fakire, Feuerspucker, Tänzer und vieles mehr. Während der Zirkuswoche in Kaisten können die Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen auswählen. Am Ende der Woche zeigen die einzelnen Gruppen, was sie in diesen Tagen gelernt haben. 50 Kinder können an der Zirkuswoche teilnehmen.

«Ich kann nciht alles gleich gut»

Beherrscht Müller alle Kunststücke, die in dem Kurs gelernt werden können? «Ich kann alles, was es braucht, aber nicht alles gleich gut. Als Clown ist es jedoch ratsam, bereits das meiste ausprobiert zu haben und in allen Bereichen Grundkenntnisse zu sammeln.»

Was werden die Teilnehmer aus diesem Kurs in Kaisten mitnehmen können? «Das Erlebnis des Auftrittes und die wunderbaren Erinnerungen daran», erklärt der Zirkusanimateur. «Zudem wird auf diese Weise das Selbstvertrauen unglaublich gestärkt, da man vor einem grossen Publikum auftritt und mit viel Spass das Erlernte präsentieren kann.»

Tommy Müller führte schon mehrere solcher Kurswochen durch. Zählt er alle zusammen, kommen in seiner mittlerweile fünf Jahre dauernden Arbeit rund um den Zirkus gut 60 bis 70 Wochen zusammen. Mit der Zeit haben sich viele interessante und lustige Anekdoten angehäuft, die Müller gerne auch zur Auflockerung in seinen Kursen erzählt.

«Einmal leitete ich ein Projekt, bei dem nur Menschen mit schwerer Behinderung teilgenommen haben. Die Arbeit mit ihnen war fantastisch. Die fühlbare Freude war einfach schön», berichtet Müller.

Der Kurs findet vom 5. bis 8. Oktober in der Dreifachhalle in Kaisten statt.