Unvollständig sei er, der Querschnitt durch das Dorfleben des Jahres 2018, schreibt die zehnköpfige Redaktionsgruppe im Vorwort zur Chronik «Gansingen 2018». Umfangreich ist der Rückblick dennoch. In Wort und Bild lässt das Redaktionsteam die Tour-de-Suisse-Tage nochmals aufleben: Stefan Küng strahlt im gelben Leadertrikot mit Helferinnen um die Wette, Ammann Mario Hüsler wird zusammen mit Rad-Weltmeister Peter Sagan gezeigt und der Etappensieger, Sonny Cobrelli, wird den Chroniklesern in Erinnerung gerufen.

Der Applaus des Turnershow-Publikums hallt nochmals nach und gleiches gilt für den Jodlerabend oder das Chorkonzert. Im Text über das Müli-Theater, das 2018 seinen Umzug von der Gansinger Lochmühle in die Scheune von Peter Eichenberger in Sulz verkündete, schwingt die Wehmut ebenso mit wie die Vorfreude. Weiter als nach Sulz reisten zwei junge Gansinger. Noël und Yael Erdin nahmen mit ihrem Team «Mindfactory» am Robotik World Festival in den USA teil und belegten den zweiten Platz.

Gans und Specht vereint

Neben vielen Vereins- und Gemeindemeldungen darf auch die eine oder andere Kuriosität in der Chronik nicht fehlen. Dass das 1. August-Feuer in Oberbüren aufgrund des Feuerverbots im Sommer dieses Jahr erst am 2. November entzündet wurde etwa – Wurstbräteln und Nationalhymne inklusive. Oder die Galterflagge, die neu beim Galter Brunnen flattert und neben der Gansinger Gans auch den Galter Specht zeigt.

Kurios muten aus heutiger Sicht auch die Auszüge aus Sittenprotokollen aus den Jahren 1842 bis 1857 an. Man erfährt darin, wie Frauen vor das Sittengericht vorgeladen wurden, um herauszufinden, von wem sie schwanger waren oder wie Mädchen verurteilt wurden, weil sie «jungen Burschen aus dem Badischen in schlechten Absichten nachgelaufen» und diese «heim gelockt» haben.

«Gansingen 2018» Die Dorfchronik kann bei der Gemeindekanzlei bezogen werden.