Fricktal

Trotz Ausverkauf gilt für viele Kunden: Schnäppchen ja, aber nicht um jeden Preis

Ausverkauf: Auch Boutiquen in der Region bieten derzeit reduzierte Kleidungsstücke zum Verkauf. (Symbolbild)

Ausverkauf: Auch Boutiquen in der Region bieten derzeit reduzierte Kleidungsstücke zum Verkauf. (Symbolbild)

Zahlreiche Fricktaler Geschäfte bieten zurzeit Kleidungsstücke zu reduzierten Preisen an. Doch trotz Ausverkauf: Bei den meisten Kunden gehen Passform und Stil vor.

Im Schaufenster der Fricker Boutique «Lui e Lei» wird für den laufenden Ausverkauf geworben. Und auch auf der Facebook-Seite fällt das Anzeigebild sofort ins Auge: Sale. Seit dem 3. Januar gehen Kleidungsstücke in der Boutique zum halben Preis über den Ladentisch. Noch einige Tage haben die Kundinnen die Gelegenheit, Schnäppchen zu machen.

«Wir machen zweimal jährlich einen Ausverkauf», sagt Stephanie Frischknecht, «im Januar und nach den Sommerferien im August.» Der Ausverkauf diene dazu, Platz für die neuen Kollektionen zu schaffen. Und Anfang Jahr helfe er auch zu verhindern, «dass der Januar-Loch-Effekt» eintritt, so Frischknecht.

Reduzierte Einzelstücke

Auch Rosmarie Heid macht in ihren «Mikado»-Boutiquen in Stein und Möhlin jährlich zweimal Ausverkaufswochen. «Früher begann bei uns der Ausverkauf jeweils Mitte Januar», sagt sie. Doch seit die grossen Modeketten immer früher ihre Sales starten, ziehe sie ein wenig mit und fange auch schon früher im Monat an. «Allerdings mit geringeren Reduktionen», sagt Heid. Mehr als 20 bis 30 Prozent Rabatt seien kaum möglich. Und: «Wir bekommen jährlich acht bis zwölf Mal neue Ware, deshalb gibt es bei uns fast immer Einzelstücke zu reduzierten Preisen.»

In den Filialen Möhlin und Frick des Schuhhauses Frank finden Kunden ebenfalls das ganze Jahr über reduzierte Schuhe und Handtaschen. Dennoch hält auch Mitinhaber Oliver Frank an zwei jährlichen Ausverkaufterminen fest. Beinhalten die fixen Ausverkaufstermine nicht auch das Risiko, dass Kunden bis dann mit dem Einkaufen warten, um von den tieferen Preisen zu profitieren? Dies sei schwierig zu beurteilen, sagt Oliver Frank. «Es ist auch sehr wetterabhängig, wie viele Schuhe in den Ausverkauf kommen.»

Rosmarie Heid nennt noch einen weiteren Aspekt: «Unsere Kunden achten sehr darauf, dass ihnen die Kleidungsstücke hundertprozentig gefallen und dass sie optimal sitzen.» Sei dies nicht der Fall, so werde das Kleidungsstück auch bei einem reduzierten Preis nicht gekauft. Natürlich gebe es Kunden, «die gerne im Ausverkauf vorbeikommen», so Heid weiter, «aber sie warten nicht ab mit den Einkäufen». Denn schliesslich sei auch immer etwas Glück dabei, ob dann im Ausverkauf das Kleidungsstück wirklich noch in der passenden Grösse und Farbe erhältlich sei.

Dies bestätigt auch Stephanie Frischknecht. «Es gibt nur wenige Kunden, die nur im Ausverkauf vorbeikommen.» Er sei vielmehr die Gelegenheit für Stammkundinnen, ein Schnäppchen zu machen, wenn Stil und Grösse passen.

Derzeit gar keinen Ausverkauf macht Daniel Waldmeier in seinem Sportgeschäft Wernli Sport in Frick. «Wir haben nur ein sehr straffes Sortiment an Wintersportbekleidung», begründet er. Equipment wie Handschuhe oder Brillen könne er dagegen das ganze Jahr über verkaufen. Bei den Skis sei es so, dass die Nachfrage an neuen Skis gering sei. «Wir kaufen jeweils neues Material für die Vermietung», erklärt er. Viele Kunden kaufen die Skis dann, nachdem sie sie gemietet und dabei getestet haben.

«Ähnlich ist es auch bei den Skischuhen», so Waldmeier. Ganz auf einen Ausverkauf verzichtet aber auch Wernli Sport nicht. Wenn der Herbst naht, werden jeweils ältere Velo-Modelle zu reduzierten Preisen verkauft.

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