Magden

Umstrittenes Politikum wurde wieder aufgenommen – Gemeinde hat Varianten für Gebiet «Bünn» erarbeitet

Der Gemeinderat Magden hat die Planungen für die Spezialzone «Bünn» wieder aufgenommen.

Der Gemeinderat Magden hat die Planungen für die Spezialzone «Bünn» wieder aufgenommen.

Die Planungen zur Spezialzone «Bünn» wurden vom Gemeinderat wieder aufgenommen. Noch immer ist die Frage nach der Zukunft der «Bünn» bei verschiedenen Interessengruppen ein umstrittenes Thema. Ein Planungsbüro hat nun verschiedene Varianten entworfen.

Der Gemeinderat hat die Planungen zur Spezialzone «Bünn» wieder aufgenommen. Anfang des Jahres führte er hierzu Gespräche mit verschiedenen Interessengruppen, die sich aus rund 100 Personen zusammensetzen. Auch mit einem Teil der 45 Grundeigentümer des 3,19 Hektaren grossen Areals habe man Gespräche geführt, sagte Ammann André Schreyer an einer Medienorientierung zur «Gmeind» vom 12. Juni. Die Frage nach der Zukunft der «Bünn» ist in Magden ein umstrittenes Politikum. Die Einzonung der rund drei Hektaren zu Baugebiet wurde 2016 vom Souverän zurückgewiesen.

«Wie es nicht anders zu erwarten war», so Schreyer, «hat es bei der grossen Anzahl von Personen auch divergierende Meinungen gegeben, was mit der Spezialzone passieren soll.» Auf Grundlage der Gespräche hat der Gemeinderat ein Planungsbüro beauftragt, fünf Varianten auszuarbeiten. Diese reichen von der Zuführung des Areals in eine Grünfläche bis hin zur Einzonung zu Baugebiet, wie es 2016 vorgesehen war. Ist dies der Fall, könnte Wohnraum für rund 300 Personen entstehen.

Voraussichtlich wird der ­Gemeinderat seine präferierte Variante an einer Orientierung Anfang Juli via Livestream oder Video – mit der Möglichkeit für Rückfragen – vorstellen. Welche Variante der Gemeinderat präferiert, liess Schreyer gestern offen. Ein Geheimnis ist es jedoch nicht, dass im Dorf gerade für jüngere Personen günstiger Wohnraum fehlt, so Schreyer. Ein Traktandum zur «Bünn» soll dem Souverän an der Gemeindeversammlung im Sommer 2021 vorgelegt werden.

Bewusst ist Schreyer, dass bereits an der Gemeindeversammlung vom 12.Juni das Thema «Bünn» für Gesprächsstoff sorgen könnte, da er es unte­rem Verschiedenem ansprechen wird. Obwohl an dieser keine virulenten Traktanden anstehen, hält die Gemeinde an der Durchführung fest. «Wir haben im Vorfeld den Einwohnern ein Blatt mit den Traktanden und einem Link zu deren Inhalt geschickt», sagte Schreyer. So hätte man denn auch keine grossen Unkosten gehabt, wenn man die Versammlung Corona-bedingt hätte absagen müssen. (dka)

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