Gipf-Oberfrick
Ungesicherte Baustelle sorgte tagelang für rote Köpfe

Wegen einer Baustelle an der Landstrasse in Gipf-Oberfrick gingen einige Reklamationen bei der Gemeinde ein. Kritik musste sich auch der Kanton gefallen lassen. Der hat mittlerweile reagiert.

Thomas Wehrli
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Die Baustelle war zu wenig gesichert. Seit gestern ist sie Geschichte.

Die Baustelle war zu wenig gesichert. Seit gestern ist sie Geschichte.

In Gipf-Oberfrick sorgte in den letzten Tagen eine Baustelle auf der Landstrasse für manch einen roten Kopf. «Seit einer Woche besteht diese total ungesicherte Baustelle», ärgerte sich Treuhänder Hansueli Herzog aus Wittnau, der auf dem Weg zur Arbeit die Baustelle täglich passieren musste.

«Ein Amt zu haben, bedeutet auch Verantwortung zu übernehmen»

«Das Gemeindepersonal ist unmittelbar in der Nähe mit Sichtkontakt aus dem Bürofenster und die Gemeinderäte dürften auch ab und zu daran vorbeifahren», verschaffte sich Herzog Luft. Der Strassenmeister des Kantons befahre die Strecke – notabene eine Kantonsstrasse – sicher auch regelmässig. Herzog ist überzeugt: «Ein Amt oder einen ‹Job› zu haben, bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen und etwas zu tun.»

Herzog ist nicht der Einzige, der sich über diese private Baustelle – ein Haus wird an das Gasleitungsnetz angeschlossen – ärgerte. Man habe «inoffizielle Reklamationen» erhalten, sagt Gemeindeschreiber Urs Treier. Und auch selber habe man festgestellt, dass die Baustelle nicht optimal sei.

Das Schlimmste: Baustellen, an denen tagelang nichts geht

«Wir haben bereits interveniert», so Treier. Zum einen bei der Baufirma, die für die Sicherung zuständig ist. Zum anderen beim Kanton, der die Aufsicht über die Baustellen auf Kantonsstrassen hat. «Wir haben verlangt, dass die Sicherung und Signalisation verbessert wird und dass die Baustelle bis Ende Woche geschlossen wird, also der Belag eingebracht wird», sagt Treier. Dies ist auch der Fall; gestern wurde geteert und die Baustelle ist somit Geschichte. «Das Schlimmste sind Baustellen an Strassen, bei denen tagelang nichts geht», sagt Treier.

Beim Kanton war man über die Baustelle «auch nicht glücklich», sagt Kai Schnetzler von der Sektion Verkehrssicherheit beim Department Bau, Verkehr und Umwelt. Die Baustelle sei dem Kanton zwar angekündigt worden. «Die Bauleitung unterliess es allerdings, uns mitzuteilen, dass die Arbeiten nun ausgeführt werden.»

Schnetzler erfährt via az, dass jetzt gebaut wird. Nach einem Augenschein am Mittwoch sagt er: «Die Baustelle ist in der Tat nicht ganz korrekt eingerichtet.» Es fehle ein Baustellensignal und es brauche mehr Baustellenlichter. «Wir haben bei der Bauleitung interveniert.» Massnahmen haben sich nun mit dem Abschluss der Arbeiten erübrigt.

Wäre alles ordentlich abgelaufen und wäre der Kanton vorgängig über den Baubeginn informiert worden, hätte er eine zusätzliche Massnahme verfügt: Eine Ampel oder einen Verkehrsdienst. Die Strasse sei an dieser Stelle zwar recht übersichtlich, sagt Schnetzler, doch sie sei gerade in den Stosszeiten stark befahren. Das führt zum einen zu Rückstaus, zum anderen befördert es riskante Fahrmanöver. «Die Sicherheit muss an oberster Stelle stehen», sagt Schnetzler.