Oeschgen
Komitee zur Schulraumerweiterung: Der Massivbau ist nachhaltiger als die Container-Lösung

Der Oeschger Gemeinderat bekommt Schützenhilfe für die Variante «Aufstockung der Pausenhalle»: Das Komitee «Variante C Aufstockung Pausenhalle» warnt vor den in ihren Augen negativen Seiten der Container-Lösung.

Hans Christof Wagner
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Die Bauprofile an der Schule Oeschgen sollen die Dimensionen der beiden Varianten für die Erweiterung aufzeigen.

Die Bauprofile an der Schule Oeschgen sollen die Dimensionen der beiden Varianten für die Erweiterung aufzeigen.

Dennis Kalt

Bei der Urnenabstimmung am Sonntag in Oeschgen haben die Stimmberechtigten die Wahl zwischen zwei Varianten der Schulraumerweiterung: zwischen der Container-Lösung (A2) und der Aufstockung der Pausenhalle (C). Und auch wenn schon der Gemeinderat C in der Abstimmungsbroschüre als «langfristig und nachhaltig» lobt und empfiehlt, setzt sich auch ein Komitee für diese Lösung ein.

Es nennt sich Komitee «Variante C Aufstockung Pausenhalle» und besteht aus Urs Hürzeler (SVP), Silvia Guhl Lawson (EVP), Karl Müller, Meinrad Riner und Ursula Lütold, allesamt aus Oeschgen. Während Guhl Lawson aktuell der Finanzkommission angehört, sind Müller, Riner und Lütold frühere Oeschger Gemeinderäte.

Hürzeler sagt, dass sich das Komitee erst im Januar gebildet hätte, nach dem Versand der Abstimmungsunterlagen an die Oeschger Haushalte. Denn:

«Wir hatten den Eindruck, dass in der Broschüre die Nachteile der Container-Lösung nicht klar genug zum Ausdruck kommen, auch wenn der Gemeinderat darin der Variante C den Vorzug gibt.»

Der Gemeinderat sei eben zu sehr der Neutralität verpflichtet, um die negativen Seiten von A2 allzu deutlich zu machen. Das hat deshalb das Komitee übernommen – mit Leserbriefen in Zeitungen und dem Verteilen eines Flyers.

Aufstockung der Pausenhalle bietet 50 Prozent mehr Raum

Die Nachteile von Containern beschreibt das Komitee «Variante C Aufstockung Pausenhalle» so: schlechtere Bauqualität gegenüber der Massivbauweise, höhere jährliche Betriebskosten, Überbauung bisher freier Flächen. Als Vorteile der Variante C nennt Hürzeler: Aufwertung des bestehenden Schulhauses und dessen behindertengerechte Erschliessung, Berücksichtigung des regionalen Gewerbes beim Bau, einfacheres Unterrichten durch Konzentration der Klassen in einem kompakten Gebäude.

Hürzeler ist sich darüber klar, dass Variante C unterm Strich weniger Zusatzraum für die Schule bietet als A2. Aber er sagt:

«Für die Schule Oeschgen ist die Aufstockung der Pausenhalle ausreichend. Das heutige Raumangebot wird immerhin um 50 Prozent erweitert.»

Hürzeler bekräftigt: «Oeschgen braucht mehr Schulraum, das ist unbestritten, aber nicht so viel, wie Variante A2 vorsieht.» Deren Verfechtern wirft er «Fundamentalopposition» vor. Sie seien «nicht konstruktiv».

Gefahren im Abstimmungsprozedere

Zwei Varianten stehen im Raum. Doch den Oeschger Stimmberechtigten werden drei Fragen vorlegt. In den Fragen 1 und 2 sagen sie entweder Ja oder Nein zu Container-Lösung und Aufstockung. Frage 3 lautet: «Werden beide Varianten A2 und C angenommen, welcher Variante geben Sie den Vorzug?»

Für Gemeindeammann Christoph Koch ein «übliches Verfahren in der direkten Demokratie der Schweiz» und mit dem Rechtsdienst der kantonalen Gemeindeabteilung abgesprochen. Doch Hürzeler sieht darin auch Gefahren: «Dass wir am Ende mit nichts dastehen könnten, wenn beide Varianten das absolute Mehr verfehlen.» Er sagt:

«Wenn die Leute gewinnen, die finden, es kann bei der Schule alles so bleiben, wie es ist, wäre das schlecht für Oeschgen.»