«Wir sind beinahe sorgenlos in unser Jubiläumsjahr gestartet», sagt Liliane Regitz, Geschäftsführerin des Trägervereins für Schüler-, Jugend- und Kinderkultur (Schjkk) mit Sitz in Rheinfelden. Grund zum Feiern hat der Verein in diesem Jahr eigentlich gleich mehrfach: Der Verein wird 20 Jahre alt. Den Robispielplatz gibt es gar seit 40 Jahren. Trotzdem ist die Aussage der Geschäftsführerin nicht selbstverständlich.

Monatelanger Kampf

Seit Jahren hat der Verein mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen – der Vorstand budgetierte ein Minus. Das Minus, das dann jeweils Ende Jahr tatsächlich resultierte, konnte der Verein durch Rückstellungen aus vergangenen Jahren decken. Ausserdem gab es da Versicherungsgelder, die der Verein nach dem Brand des Robispielplatzes 2011 erhalten hatte. Dann kündigte die Credit Suisse an, ihren Beitrag als Trägerin des Vereins zu reduzieren. Wenige Monate später beschloss die Reformierte Kirchgemeinde Rheinfelden, ihren Beitrag komplett zu streichen. Die Rückstellungen und Versicherungsgelder waren ausserdem aufgebraucht. Der Verein stand vor einem finanziellen Loch. Das war vor rund einem Jahr.

Eine schwierige Ausgangslage für die Verhandlungen über den neuen Leistungsvertrag mit der Stadt Rheinfelden im vergangenen Jahr. Denn dabei ging es auch um die Existenz des Schjkk in der heutigen Form.

«Wir haben uns konkret vorgestellt, was es bedeuten würde, wenn es keine Einigung gibt», sagt Vereinspräsidentin Katherina Rigassi. Wenn also die Gemeinde nicht einspringt und das Loch stopft. Im Raum standen ein Abbau bei den Stellenprozenten sowie Anpassungen bei den Öffnungszeiten.

Die Rettung im Dezember

So weit wird es derzeit aber nicht kommen. Mit der Stadt einigte sich der Verein. Im Dezember dann stimmte die Einwohnergemeindeversammlung dem neuen Vertrag zu – und damit auch einer Erhöhung des Betriebsbeitrags von 416 000 auf 490 000 Franken. «Für uns war das eine schöne Bestätigung unserer Arbeit», sagt Rigassi. Die Zustimmung bedeutet aber noch viel mehr: «Mit der Erhöhung des Beitrages ist der Betrieb für die kommenden drei Jahre gesichert.»

So kommt es, dass der Vereinsvorstand des Schjkk an der Generalversammlung in diesem Frühjahr erstmals seit langem ein Budget mit schwarzen Zahlen präsentieren kann. «Wir sind nach wie vor nicht auf Rosen gebettet», sagt Geschäftsführerin Liliane Regitz. «Aber wir sind zuversichtlich, dass wir so ein gutes Angebot machen können.» Ein Angebot, das zur Freude der Vereinsführung seit Anfang Jahr durch das Projekt «Mobile Jugendarbeit» ergänzt wird. Und eben: Bald stehen Feierlichkeiten an. Die Vorbereitungen für das Jubiläumsfest im August liefen bereits auf Hochtouren, sagt Rigassi.