Seit 2011 gab es den Jurapark-Käse. Initiiert haben den Halbhartkäse Arno Wernle aus Herznach, Roland Nussbaum aus Densbüren und Paul Frey aus Asp. Mit der Produktion und Vermarktung von Regionalkäse wollten die drei Landwirte die Wertschöpfung der Milch verbessern.

Nun hat der Käse sein Jurapark-Label verloren. «Zu unseren Bedingungen gehört, dass zwei Drittel der Wertschöpfung im Parkgebiet stattfinden», sagt Stephanie Platzer, Produktmanagerin beim Jurapark. Dies sei beim Käse nicht mehr der Fall.

Käse reift in Höhlen von Kaltbach

Den Käse aber gibt es weiterhin – mit leicht veränderter Rezeptur und einem neuen Namen. «Er heisst neu Fricktaler Gourmetkäse», sagt Paul Frey, der die GmbH noch zusammen mit Arno Wernle führt. Die Wertschöpfungsbedingungen des Parks erfüllt der Käse nicht mehr, da die Laibe nach der Produktion in Kaltbach (LU) neu auch dort reifen.

«In den letzten Jahren konnten wir den Umsatz stets um bis zu 20 Prozent steigern», erklärt Paul Frey. Jährlich wurden bis zu zehn Tonnen Käse hergestellt. Das hatte zur Folge, dass der Felsenkeller in Densbüren, wo die Lagerung bisher stattfand, an seine Kapazitätsgrenzen stiess.

Der Neustart war laut Frey bislang erfolgreich. Der neue Name bringe als Vorteil mit sich, dass die Kunden den Käse, der neu blühende Kirschbäume auf der Etikette zeigt, eindeutig verorten können. Und: In den Höhlen von Kaltbach kümmerten sich – unterstützt von moderner Technik – Profis um die Laibe aus Fricktaler Milch, sagt er. Als «Fernziel» hat Frey gleichwohl, dass der Käse wieder im Fricktal reift. «Mein Wunsch wäre im Bergwerk in Herznach.»

Erhältlich ist der Käse in den bisherigen Verkaufsstellen. Die Partnerschaft mit Coop blieb auch bestehen. Derzeit melden sich zudem laut Frey viele Neukunden. Die Produktion wurde deshalb schon verdoppelt. «Den Reifeprozess können wir aber nicht beschleunigen.» Deshalb könne es in den nächsten zwei Wochen noch zu Lieferengpässen kommen.