Auf einem Abschnitt von 1100 Metern Länge wird die Kantonsstrasse K496 saniert. Für rund 25 bis 30 Jahre seien danach die Belagsanierungen an Kantonsstrassen in Magden abgeschlossen, sagte Andreas Drohomirecki, der zuständige Projektleiter bei der kantonalen Abteilung Tiefbau gestern bei einer Baustellenbesichtigung.

Seit Anfang Juli sind die Bauarbeiten bereits im Gang – und sie schreiten schneller voran als erwartet. «Wir gingen von zwei Jahren Bauzeit aus», so Drohomirecki, «wenn das Wetter mitspielt, sind wir nun aber bereits im Oktober 2018 fertig.» Dies sei ein Verdienst der Planer und der Bauunternehmung. «Derzeit stehen 20 Arbeiter in fünf Equipen im Einsatz.» Dies sind mehr als ursprünglich vorgesehen. Möglich wird dieser grosse Personaleinsatz laut Marco Cafaro, Projektleiter bei der KSL Ingenieure AG, durch die Länge des Bau-Perimeters und die Vollsperrung für den Verkehr. «Eine Equipe baut derzeit vom Ortseingang Magden in Richtung Dorfzentrum, die anderen im Ortskern.»

Gesamtkosten: Neun Millionen

Trotz des raschen Baufortschritts wird es noch bis im kommenden Sommer Vollsperrungen in einzelnen Abschnitten geben. Noch bis zum 22. Dezember ist etwa der Abschnitt Hauptstrasse bis Adlerbrücke gesperrt. Im kommenden Jahr folgen dann die Abschnitte Adlerbrücke bis Lindenplatz (zirka Mitte Januar bis April) und Lindenplatz bis Oensberggasse (April bis August). Vizeammann Rudolf Hertrich zeigte sich denn auch sehr zufrieden mit dem Stand der Arbeiten. «Niemand hätte damit gerechnet, dass die Adler-Brücke an Weihnachten schon wieder befahrbar ist.» Für Kritik sorgte in Magden dagegen jüngst die Schulwegsicherheit der Kinder, die auf dem Weg zur Schule die Baustelle überqueren müssen. «Unserer Ansicht nach ist die Querungsmöglichkeit sicher», so Rudolf Hertrich, zumal «maximal zehn Baufahrzeuge pro Stunde hin und her fahren». Dennoch werde er heute die Baustelle und die Querungsmöglichkeit noch mit einem Vertreter der Beratungsstelle für Unfallverhütung besichtigen, um zu sehen, ob es noch Verbesserungspotenzial gibt.

Mit den aktuellen Bauarbeiten verfolgen Kanton und Gemeinde gleich mehrere Ziele, wie Andreas Drohomirecki ausführte. Die Sicherheit der Fussgänger etwa werde durch ein einseitiges Trottoir gesteigert. Drei Einengungen der Fahrbahn sollen zudem zu tieferen Geschwindigkeiten der Automobilisten führen und die Strassenentwässerung entspricht nach Abschluss der Arbeiten dem Umweltschutzgesetz. Weiter wurde die Bachmauer saniert und beim Lindenplatz und beim Aspmetgraben werden Vorkehrungen getroffen, dass nachträglich ohne grossen Aufwand Bushaltestellen eingerichtet werden können. Zudem sollen der Strassenraum und das Ortsbild aufgewertet werden. Speziell sichtbar wird dies am Lindenplatz. Dieser wird etwa auf das Dreifache der bisherigen Fläche vergrössert und es wird ein Bachzugang geschaffen. «Mit weiteren Sitzgelegenheiten entsteht ein neuer Aufenthaltsplatz am Bach», so Rudolf Hertrich.

Die Aufwertung des Lindenplatzes gehört – wie der Ersatz der Adlerbrücke, der Ersatz von Werkleitungen und Kanalisation und die Erneuerung der Strassenbeleuchtung ausserhalb der Kernzone – zu den Projekten, welche die Gemeinde zusätzlich zur Kantonsstrassensanierung in die Wege geleitet hat. Die Kosten für die Gemeindeprojekte belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Franken. Die Sanierung der Kantonsstrasse kostet 6,75 Millionen Franken, davon entfallen rund 3,8 Millionen auf die Gemeinde Magden. Die veranschlagten Kosten sollten dabei eingehalten werden können. «Wir sind in dieser Beziehung auf einem guten Weg», so Andreas Drohomirecki.