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Was das Jassen mit der Politik zu tun hat

Gesellig ging es beim SVP-Jassen im Gasthaus Zum Weissen Rössli am Sonntag zu. Unter die 36 Spieler hat sich auch der Aargauer Regierungsrat Alex Hürzeler gemischt, der schon seit der Kindheit ein begeisterter Jasser ist.

Die Karten fliegen zackig auf den Tisch. Die Punkte werden notiert und die Karten neu verteilt. Zum SVP-Jassen im Gasthaus Zum Weissen Rössli sind 36 Spieler gekommen, darunter auch Regierungsrat Alex Hürzeler, der ein passionierter Jasser ist. «Ich habe das Jassen daheim gelernt, insbesondere von meiner Mutter», erzählt Hürzeler. Schon mit sechs oder sieben Jahren schaute er seiner Mutter und seinen Tanten beim Kartenspiel über die Schulter und auch später hat er das Hobby immer gepflegt, ob in der Schule oder im Schützenverein. Seit rund 15 Jahren spielt er unregelmässig mit drei früheren Grossräten und gerne ist er auch zum SVP-Jassen gekommen.

Roger Fricker, Gemeindeammann in Oberhof und im Vorstand der SVP Bezirk Laufenburg, eröffnete das jährliche Turnier, dass vor fast 20 Jahren von Anton Mösch, ehemaliger Ammann in Frick, und Andreas Tscheulin vom Vorstand der Bezirkspartei initiiert wurde.

Gemäss Tradition mit französischem Blatt

Neben Hürzeler begrüsste Fricker unter den Kartenspielern auch Grossrat Christoph Riner und den früheren Grossratspräsidenten Isidor Bürgi, der mit 94 Jahren noch ein gewiefter Jasser ist. «Kein Weis. Kein Stöck», wies Fricker auf die Regeln hin. Es werden vier Runden à zwölf Spielen gespielt, sodass am Ende jeder 48 Spiele mit wechselndem Partner und Gegnern gemacht hat. Wie es westlich der Reuss üblich ist, wird mit dem französischen Blatt gespielt, östlich des Flusses wird das deutsche Blatt genommen.

Konzentriertes Gemurmel füllt den Raum. Ab und an wird an einem Tisch gelacht oder leise geflucht. Hürzeler hat die Stirn in Falten gelegt. «Da hän mir nüt chönne mache», sagt er zu seiner Spielpartnerin. Die Runde lief besser für die Gegner. «Mitmachen kommt vor dem Gewinnen, das gilt im Sport und im Spiel», sagt Hürzeler. Eine eindeutige Verbindung zwischen Jassen und Politik kann er nicht feststellen.

Ein Aspekt ist für ihn die Teamarbeit. «In der Politik muss man auch mit Leuten zusammen schaffen, die man nicht so gut kennt», sagt Hürzeler. Ein zweiter Aspekt seien Geselligkeit und Kameradschaft. Die Karten werden neu ausgegeben. «Schön, das ist gut gewesen», freut sich der Aargauer Regierungsrat über einen Stich seiner Spielpartnerin.

Der Turnus wird geändert

Fricker erzählt, dass früher bis zu 80 Spieler gekommen waren, in den letzten Jahren waren es zwischen 36 und 52 Jassern. Er weist darauf hin, dass 2018 zweimal das SVP-Jassen stattfindet, da fortan das Turnier im Herbst stattfinden soll und der Februartermin von 2019 in den November vorgezogen wird.

Rund drei Stunden dauert es, bis die vier Runden gespielt sind. Nach jeder Runde werden für die Spieler mit hölzernen Zahlenchips neue Plätze ausgelost. Mit Feldschlösschen-Bier, Suurem Moscht und Rivella erfrischen sich die Jasser beim geselligen Spiel und im Anschluss an das Turnier bleiben noch einige zum gemeinsamen Abendessen im Gasthaus.

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