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Wegen Niedrigzins: Fricktaler geben mehr für Sommerferien aus – diese Länder liegen im Trend

Blauer Himmel, Strand und Meer bedeutet für viele eines: Erholung.

Blauer Himmel, Strand und Meer bedeutet für viele eines: Erholung.

Die Trend-Destinationen bei Fricktalern sind Namibia, Kolumbien und Russland. Einige Länder sind hingegen weniger beliebt als auch schon. Von den Bränden in Australien liessen sich die Kunden nur kurz stören.

So manch einer träumt sich derzeit aus dem kalten Fricktal in wärmere Gefilde. Dies bleibt zwar für viele bis zu den Sommerferien noch ein Traum, dennoch haben sich schon viele ihren Platz an der Sonne für 2020 gesichert.

Dies freut Dominik Schröger vom TUI Reisecenter in Bad Säckingen, in dem grob die Hälfte aller Kunden aus dem Fricktal kommt. «Bis zu diesem Zeitpunkt übertreffen die Buchungsnachfragen die zwei Vorjahre deutlich, obwohl diese auch schon stark waren.» Den Grund für diese positive Zwischenbilanz vermutet Schröger darin, dass die Menschen angesichts des tiefen Zinsniveaus eher bereit sind, das Geld in die Hand zu nehmen, als es auf der Bank liegen zu lassen.

Sehnsucht nach exotischen Zielen

Dies merke man unter anderem auch daran, dass hochwertigere Reisen in exotische Destinationen gewünscht würden. «In diesem Jahr bieten wir etwa eine persönlich begleitete Rundreise durch ­Namibia an, 2021 geht unsere eigene Gruppenreise im Februar nach Lappland und im Herbst nach Guatemala», sagt Schröger. Generell lägen Reisen, bei denen man etwas erleben kann, im Trend. Dazu gehörten auch Sportreisen und Wanderreisen.

Bei Knecht Reisen, einem Anbieter, der in Frick und in Rheinfelden je eine Filiale im Fricktal betreibt, sieht die Nachfrage in Sachen Reiseveranstaltung zurzeit positiv aus, wie Sprecher Matthias Reimann sagt. Zu den Gewinnern bei Knecht Reisen zählten bis dato Kolumbien, ­Kanada, Südafrika, Namibia, Neuseeland, die Malediven, die Seychellen, Mauritius, Skandinavien und Osteuropa mit Russland «als eigentlichem Über­flieger».

Auf der Gegenseite seien die spanischen Inseln, Nordafrika und Brasilien derzeit etwas weniger nachgefragt, als im vergangenen Jahr, so Reimann. «Die Gründe hierfür sind uns nicht bekannt; jeder Kunde fällt einen individuellen Reiseentscheid. Sicherlich spielt aber bei einer Region wie in Nordafrika die Sicherheitslage eine ­Rolle.»

Schröger sagt, dass nach den politischen Unruhen in der Türkei seit geraumer Zeit wieder vermehrt Reisen dorthin gebucht würden. Diese habe einmal damit zu tun, dass nach einer lang anhaltenden negativen Berichterstattung über das Land die Leute abgestumpft seien. «Es ist aber auch so, dass viele das gute Preis-Leistungs-Verhältnis in der Türkei schätzen.»

Obwohl die Super-Kreuzer seit einigen Jahren aufgrund ihrer CO2-Ausstösse kritisch beäugt werden, erfreuen sich Kreuzfahrten im TUI-Center grosser Beliebtheit. Dies bestätigt auch Reimann. «Die Nachfrage nach Schiffsreisen ist weltweit stark. Sie sind ein wichtiger Anteil unseres Angebotes.»

Buchungen für Australien wieder auf Normalstand

Auffällig bei Knecht Reisen ist, dass es aufgrund der Buschbrände mehr Rückfragen und Anfragen zur Situation in Australien gibt. «Kurzfristig, aber nur temporär, hat die Nachfrage für Australien etwas nach gelassen; sie ist jetzt aber wieder auf dem saisonalen Normalstand», sag Reimann. 95 Prozent des Landes seien ohne jegliche Einschränkungen zu bereisen.

So betroffen einen die Brände auch machen, wichtig sei, dass das Leben weitergeht, so Reimann. «Tourismus unterstützt lokale Märkte und Geschäfte, die auf Reisende angewiesen sind. Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig, der durch die Brände schon mehr als genügend in Mitleidenschaft gezogen worden ist.»

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Autor

Dennis Kalt

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