Fricktal
Wellness im Fricktal, Multikulti in der Stadt

Heute startet die neue Serie «SF bi de Lüt»: Mit von der Partie sind auch die Fricktaler Hairstylistin Seraina Kraushaar aus Gipf-Oberfrick und Lovebugs-Sänger Adrian Sieber aus Möhlin.

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Hairstylistin Seraina Kraushaar schneidet den Liebeskäfern die Haare – im Vordergrund Adrian Sieber.S. Bohrer

Hairstylistin Seraina Kraushaar schneidet den Liebeskäfern die Haare – im Vordergrund Adrian Sieber.S. Bohrer

Heute Abend startet die neue Serie «SF bi de Lüt». Diesmal aus Basel. Porträtiert werden Bewohner aus drei Quartieren. Im zweiten Teil der Serie tritt auch die aus dem Fricktal stammende Hairstylistin Seraina Kraushaar auf.

Sie lebt im Kleinbasel und besitzt im Multikulti-Quartier den Coiffeursalon K-Pony. Zu ihrem Kundenkreis gehört ein weiterer Fricktaler – der aus Möhlin stammende Adrian Sieber, Sänger der Lovebugs.

Als ihm die Hairstylistin eine blondierte «Kurt Cobain»-Frisur verpasste, wurde darüber von der «SonntagsZeitung» bis zu den Gratisblättern berichtet. Adrian und seine Band Lovebugs werden ebenfalls in der Fernsehsendung zu sehen sein.

In Gipf-Oberfrick aufgewachsen

Seraina wohnt und arbeitet zwar seit zehn Jahren im Kleinbasel, aber aufgewachsen ist sie im Fricktal. Genauer in Gipf-Oberfrick. Hier liegen noch immer ihre Wurzeln und unzählige schöne Erinnerungen.

«Erst kürzlich habe ich mit meinem Freund eine Tour durch meinen alten Heimatort gemacht. An jeder Hausecke konnte ich ihm eine Geschichte über meine Jugendzeit erzählen», lacht Seraina.

Wehmütig sei es ihr beim Besuch ihres ehemaligen Zuhauses am Bluemetweg geworden. Dort sei der schönste blühende Apfelbaum des Ortes in den Himmel gewachsen.

«Stattdessen stehen jetzt dort hässliche braune Wohnblocks. Auch die grosse Wiese mit den Kirsch- und Apfelbäumen musste der Überbauung weichen.» Das Rad der Zeit könne man nicht zurückdrehen. Aber der Bauboom in ihrem ehemaligen Dorf habe schon auswuchernde Züge angenommen. Ironisch sagt sie: «Wenn man Bausünden beichten müsste, dann hätten die Pfarrer im Fricktal viel zu tun.»

Und was gefällt ihr am Kleinbasel? «Eigentlich ist es wie das Leben im Dorf, aber einfach bunter, mit Strassencafés, Geschäften mit Spezialitäten aus allen Ländern und viel Freizeitaktivitäten», sagt Seraina. Dazu schätze sie dort die Multikulti-Gesellschaft, die das Leben einfach bunter mache. Wer «SF bi de Lüt» anschaut, wird verstehen, was sie meint.

Trotzdem: Sie kann sich vorstellen, dass sie eines Tages zurück aufs Land ziehen wird. «Wenn ich mich vom Arbeitsstress erholen will, dann komme ich für ein verlängertes Wochenende nach Frick. Das ist für mich wie ein Gratis-Wellness-Wochenende.»

«SF bi de Lüt – Unsere Stadt»: ab 16. März, freitags, 20.05 auf SF 1.