Rheinfelden ist wieder einen Schritt näher am neuen Rheinsteg. Seit Freitag liegt auf der Bauverwaltung der Stadt das Baugesuch für die neue Geh- und Radwegbrücke über den Rhein auf. Genau sechs Jahre, nachdem der Eisensteg mit dem alten Kraftwerk abgerissen wurde, dürfte nun also dessen Ersatz entstehen. Geht das Baugesuchsverfahren ohne Verzögerungen über die Bühne, könnte der neue Übergang schon in diesem Jahr gebaut und 2018 eingeweiht werden.

An der Gemeindeversammlung vom vergangenen Sommer hatten die anwesenden Stimmberechtigten dem Projekt mit grossem Mehr zugestimmt – und setzten damit einen Schlusspunkt unter eine Diskussion, die seit 2011 geführt wurde. Seit das alte Kraftwerk und mit ihm der ursprüngliche Steg abgerissen wurde. Das Vorhaben, einen neuen Steg zu erstellen, war auf beiden Seiten des Rheins umstritten. Unter anderem der Standort und das Kosten-Nutzen-Verhältnis sorgten für Diskussionen sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz.

Auffällige Architektur

Der neue Rheinsteg führt vom Flossländeweg auf Schweizer Seite über den Rhein und endet dort etwa auf Höhe einer Wasserentnahmestelle der Firma Evonik. Er befindet sich damit rund 250 Meter rheinabwärts vom alten Steg. Der Übergang wird 213,5 Meter lang, der Gehweg 4,5 Meter breit. Auffällig ist die Architektur: Beim Steg handelt es sich um eine Hängeseil-
brücke mit zwei leicht geknickten Pylonen auf jeder Seite des Rheins.

Während der Auflage des Baugesuchs stehen am Schweizer Ufer die entsprechenden Profile für das geplante Bauwerk, zwei Ballone markieren die Höhe der Pylonen. Sie sind rund 30 Meter hoch.

Der Steg selber kostet rund 6,6 Millionen Franken. Diese Kosten teilen sich die beiden Rheinfelden hälftig. Der Kostenanteil auf Schweizer Seite beläuft sich somit auf 3,3 Millionen Franken. Hinzu kommen rund 400 000 Franken für die Verbindung zum neuen Steg. Weil Bund und Kanton insgesamt 2,2 Millionen Franken zum Projekt beisteuern, belaufen sich die Investitionen für die Stadt auf rund 1,5 Millionen Franken.

Das Baugesuch liegt bis zum 27. Februar auf. Gleichzeitig ist auch ein Gesuch für eine Wartungsplattform und einen Bootsanleger einsehbar.