In der Diskussion um den neuen Rheinsteg zeichnet sich eine Einigung zwischen dem Verband Birdlife Schweiz und der Stadt Rheinfelden ab. Zur Erinnerung: Im Februar waren gegen das Baugesuch für den Steg vier Einsprachen eingegangen; eine davon von Birdlife.

Der Dachverband von über 120 lokalen Naturschutzvereinen kritisierte die Tragseilkonstruktion und bezeichnete diese als «Vogelfalle». Auch das Fehlen einer eines ökologischen Ersatzes für den Eingriff in den Gewässerraum wurde bemängelt. In den letzten Monaten fanden zwischen Stadt und Verband mehrere Treffen statt – mit Erfolg, wie es scheint: Birdlife zieht seine Einsprache aller Voraussicht nach zurück.

«Wir haben gemeinsam eine Lösung gefunden», sagt Geschäftsführerin Kathrin Hochuli. Geeinigt haben sich die beiden Parteien auf einen ökologischen Ausgleich und auf Verblendungen. An den filigranen Tragseilen des Stegs werden schwarze und weisse Wimpel angebracht. «Sie sorgen dafür, dass Vögel die Seile sowohl am Tag als auch in der Dämmerung erkennen können», sagt Hochuli. Somit bleibt nur noch eine Forderung von Birdlife offen: Das Querseil soll ebenfalls mit Wimpeln markiert werden. «Wird dies erfüllt, ziehen wir die Einsprache zurück.»

Auch hier werde es eine Lösung geben, ist Stadtammann Franco Mazzi überzeugt. Nun gehe es darum, sich in Verhandlungen auch mit den drei privaten Einsprechern zu einigen. Mazzi glaubt an einen Baustart im zweiten Halbjahr 2018. (nbo)