Wegenstetten

Wird die Oberstufe zum Aussenstandort von Gipf-Oberfrick?

Wird die Zusammenarbeit realisiert, könnten weiterhin Oberstufenschüler in Wegenstetten unterrichtet werden.

Wird die Zusammenarbeit realisiert, könnten weiterhin Oberstufenschüler in Wegenstetten unterrichtet werden.

Eine Arbeitsgruppe prüft die Zusammenarbeit der Oberstufe Wegenstettertal mit der Oberstufe Gipf-Oberfrick.

Seit Möhlin beschlossen hat, ab dem Schuljahr 2021/22 keine Oberstufenschüler mehr nach Wegenstetten zu schicken, kämpfen Zeiningen, Zuzgen, Hellikon und Wegenstetten um den Erhalt des Oberstufenstandorts Wegenstetten.

Dabei blicken die Verantwortlichen über die Gemeinde- und nun auch über die Bezirksgrenzen hinaus. Wie es in einer Mitteilung heisst, haben die Wegenstettertal-Gemeinden Gipf-Oberfrick um eine Zusammenarbeit der Oberstufen ersucht.

In Gipf-Oberfrick werden Sekundar- und Realschüler der Gemeinden Oberhof, Wölflinswil, Wittnau und Gipf-Oberfrick unterrichtet. In den letzten Jahren kämpfte die Oberstufe Gipf-Oberfrick mit niedrigen Schülerzahlen. Gestützt darauf wurde die eigenständige Führung der Oberstufe vor Ort in Frage gestellt.

Eine Zusammenarbeit mit Frick, bei welcher der Standort Gipf-Oberfrick zwar weiter bestehen, die Leitung der Schule aber von Frick aus erfolgen würde, hat die Gemeindeversammlung Gipf-Oberfrick im Juni 2017 abgelehnt.

Daraufhin fanden 2018 mit etlichen anderen Gemeinden Verhandlungen über eine Zusammenarbeit statt. Es sprach sich jedoch keine der Gemeinden für eine Zusammenarbeit aus. Derzeit ist der Oberstufen-Standort Gipf-Oberfrick aufgrund von etwas höheren Schülerzahlen gesichert.

Wie es in der Mitteilung weiter heisst, haben die Schulpflegen und Gemeinderäte des Wegenstettertals und von Gipf- Oberfrick nun eine mögliche Zusammenarbeit geprüft und dem Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) die erarbeitete Form der Zusammenarbeit vorgestellt.

«Das BKS kann sich eine gemeinsame Oberstufe aus rechtlicher Sicht vorstellen», heisst es in der Mitteilung. In den nächsten Monaten soll nun eine Arbeitsgruppe Detailfragen prüfen, wie die Gipf-Oberfricker Schulgemeinderätin Verena Buol und Kathrin Hasler, Gemeindeammann von Hellikon, gegenüber der AZ sagen.

«Es ist nicht geplant, dass Schüler zwischen den beiden Standorten ausgetauscht werden», betont Hasler. Dies wäre mit dem öffentlichen Verkehr auch nur schwer zu bewerkstelligen. Derzeit gibt es keine direkte Bus-Verbindung zwischen Gipf-Oberfrick und Wegenstetten. Eine Fahrt dauert mit mehrmaligem Umsteigen rund eine Stunde. Laut Hasler wäre der Fortbestand von Wegenstetten als Aussenstandort von Gipf-Oberfrick einfacher, da die kantonale Vorgabe dann bei drei statt sechs Abteilungen liegt.

Die der Oberstufe Gipf-Oberfrick angegliederten Gemeinden sind informiert und in die Arbeitsgruppe involviert. Die Prüfung soll zügig vorangetrieben werden, wie Buol sagt. Schliesslich stehe man im Wegenstettertal unter einem gewissen Zeitdruck.

Nach der Prüfung wird definitiv entschieden, ob die gemeinsame Oberstufe umgesetzt wird. Klar ist dabei bereits, dass bei einer Zusammenarbeit die Leitung und Führung der gemeinsamen Oberstufe in Gipf-Oberfrick liegen würde.

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Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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