Wittnau

Zum Jubiläum kommen die Wunschzettel aus dem Kirchendach

Rund um die Kirche St. Martin wird am Chilbisonntag gefeiert.

Rund um die Kirche St. Martin wird am Chilbisonntag gefeiert.

Das 250-Jahr-Jubiläum der Wittnauer Kirche St. Martin findet mit der Dorfchilbi am 18. Oktober seinen Höhepunkt. Am Festakt gibt ihr Replikat den angesammelten Schatz an Wünschen und Träumen preis.

Fast zehn Monate wurde die Wittnauer Kirche als Modell durchs Dorf weitergereicht, von Familie zu Familie. 40 mal 60 Zentimeter misst die Miniaturausgabe des Gotteshauses. Die Dorfbewohner waren aufgerufen, das Dach abzuheben und ihre Wünsche und Träume für die Kirche der Zukunft auf einem Zettel darin zu deponieren. Dann ging die Tasche mit der Kirche weiter zum nächsten Haushalt.

«Ich habe noch nicht nachgesehen, wie viele Wünsche sich im Verlauf des Jahres angesammelt haben», sagt Gemeindeleiter Christoph Küng. «Darum bin ich schon ganz gespannt auf das Öffnen des Modells.»

Am Sonntag, 18. Oktober, wird es so weit sein. Am Festakt zum Jubiläumsjahr 250 Jahre Kirche St. Martin gibt ihr Replikat den angesammelten Schatz an Wünschen und Träumen preis. Das Dach wird erneut gehoben und ein Teil der Zettel und Nachrichten vorgelesen.

Eine Chilbi wie früher

Festakt und Dorfchilbi gehören zum Höhepunkt des Jubiläumsjahres. In der kommenden Woche sind zahlreiche Wittnauer Vereine dabei, ihre Buden und Stände aufzubauen. Dabei setzt man auf Altbewährtes, ganz in der Tradition vieler Chilbi, wie es sie in früheren Zeiten in der Region gegeben hat. Von der Wurstbude über das Karussell bis zum Likörstand des Frauenvereins steht das Vergnügen im Vordergrund. «Die Chilbi ist insofern speziell, weil es am klassischen Chilbisonntag schon länger keine Anlässe dieser Art mehr gibt», sagt Christoph Küng.

Den Beginn des Jubiläumstages macht um 10 Uhr der Festgottesdienst, gehalten von Peter von Sury, Abt des Klosters Mariastein. Um 3 Uhr nachmittags findet der Festakt in der Kirche statt. Die Kunsthistorikerin Susanne Ritter-Lutz wird einen Rückblick auf die Baugeschichte der Kirche geben. «Zum Jubiläum wurde schon sehr viel gesagt und geschrieben», sagt Christoph Küng. «Wir verzichten daher auf eine Festschrift oder Ähnliches und geben darum auf diese Weise der Geschichte nochmals Raum.»

Das Jubiläumsjahr klingt am 15. November mit dem Konzert der Musikgesellschaft und des Männerchors aus.

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