Nächste Woche geht es richtig los: Einkaufen, Einräumen – Probeläufe. Am Freitag, 19. August soll schliesslich alles rund laufen. Dann geht in Gansingen der Gasthof Landhus wieder auf. «Die Vorfreude steigt jeden Tag», sagt Robert Hersche. Der 57-Jährige übernimmt mit seiner Frau Teresita das Restaurant, das zuvor während 45 Jahren von Felix und Marlies Boutellier geführt worden war.

Bedeutung für die Region

«Die Erleichterung ist gross», sagt Franz Peter Boutellier, der von seinem Bruder Felix mit der Suche nach einem Nachfolger beauftragt worden war. «Die Weiterexistenz dieses Betriebs ist auch für die Gemeinde Gansingen und die Region von hoher Bedeutung, da diverse Betriebe bereits geschlossen sind oder die Zukunft unsicher ist.»

Auch das bisherige Wirtepaar sehe der Wiedereröffnung mit Freude und Optimismus entgegen. «Sie sind froh, dass die Zukunft des Betriebs, der ihr Lebenswerk darstellt, gesichert ist», sagt Boutellier. Felix Boutellier habe ausserdem schon angeboten, bei Bedarf in der Küche auszuhelfen.

Seit Anfang Juli war das «Landhus» geschlossen. Verschiedene Renovationsarbeiten sind inzwischen ausgeführt. So hat das Restaurant einen neuen Boden, einen frischen Anstrich an den Wänden, eine neue Decke mit neuer Beleuchtung, eine renovierte Küche sowie eine neue WC-Anlage. «Das Restaurant soll für den Neubeginn ein neues Aussehen erhalten», sagt Boutellier.

Altes und Neues verschmelzen

Alles neu wird im Traditionsgasthof aber nicht: Das neue Wirtepaar plant, die bisherige, gutbürgerliche Küche mit Spezialitäten wie «Metzgete» und «Landhusteller» weiterzuführen. «Ziel ist es, Altes und Neues zusammen zu verschmelzen», sagt Robert Hersche. «Wir möchten volksnah sein und kein Gourmettempel.» Eine gemütliche Beiz für Handwerker, Familien, Vereine.

Ideen für Neues gibt es aber auch genug – «und jeden Tag werden es mehr», sagt Hersche und lacht. So wird ab der Eröffnung neben der normalen Speisekarte auch eine Pizzakarte angeboten. Einmal im Monat soll es ausserdem einen Sonntagsbrunch geben. Die Vorfreude, als er davon spricht, ist Hersche anzumerken.

Lange Zeit in Asien

Das «Landhus» hat es dem weit gereisten Wirt angetan – gleich bei der ersten Besichtigung im Juni sei klar gewesen, dass er hier seine Zukunft verbringen wolle. Dafür kehrt Hersche nach langen Jahren im Ausland in die Schweiz zurück.

Die Lehre hat Robert Hersche im renommierten Basler Hotel Euler absolviert. Zuletzt baute er in China eine Restaurant-Kette auf. «Ich hatte langsam Heimweh», sagt er und fügt mit einem Lachen an: «Und ausserdem ist mir das chinesische Essen verleidet.»