Auszeichnung

Fünf herausragende Maturitätsarbeiten ausgezeichnet

Die Maturandinnen und Maturanden mit ihren ausgezeichneten Arbeiten (von links): Monika Geschwentner, Pascal Kleindienst, Nicolas Thalmann, David Colameo, Damian Gautschi, Sandra Lafranchi und Sarah Haller.  annika Bütschi

Die Maturandinnen und Maturanden mit ihren ausgezeichneten Arbeiten (von links): Monika Geschwentner, Pascal Kleindienst, Nicolas Thalmann, David Colameo, Damian Gautschi, Sandra Lafranchi und Sarah Haller. annika Bütschi

Die Aargauische Kulturstiftung Pro Argovia, die Aargauische Naturforschende Gesellschaft (ANG) und die Historische Gesellschaft des Kantons Aargau (HGA) haben fünf Maturitätsarbeiten ex aequo ausgezeichnet.

«Eine wissenschaftliche Meisterleistung – wir gratulieren!», lautete das Juryurteil. Sie richtete sich an die Maturanden Pascal Kleindienst und Nicolas Thalmann (beide Kanti Baden), die mit ihrer anspruchsvollen Maturarbeit «Hemmung der ADH in silico und in vitro» sogar eine medizinisch verwertbare Entdeckung gemacht haben. Ihre Arbeit beschreibt die Suche nach einem Hemmstoff des Alkohol abbauenden EnzymsAlkoholdehydrogenase (ADH) mittels Computerunterstützung (in silico) und im Labortest (in vitro).

Ganz anders gelagert ist die Maturarbeit von Sandra Lafranchi (Meisterschwanden) und Damian Gautschi (Gränichen). Sie trägt den Titel «Al ritmo del español» und ist ein durchdachtes Spanisch-Lehrbuch, in dem gekonnt mit Sprache und Musik gespielt wird. Es ist ein in 11 Einheiten aufgegliedertes Lehrmittel für junge Erwachsene, die im Selbststudium das Niveau A1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens auf Spanisch erreichen wollen. Musik und Rhythmen aus Spanien und Lateinamerika begleiten und unterstützen den Lernprozess.

Die Aargauische Kulturstiftung Pro Argovia, die Aargauische Naturforschende Gesellschaft (ANG) und die Historische Gesellschaft des Kantons Aargau (HGA) haben am Freitagabend fünf Maturitätsarbeiten ex aequo ausgezeichnet. Grundsätzlich gilt für die Jury: «Die prämierten Arbeiten zeichnen sich durch wissenschaftlich oder gesellschaftlich spannende Fragen und den Einsatz anspruchsvoller Methoden, vor allem aber durch eine intensive und tiefgreifende Auseinandersetzung mit der Thematik über den üblichen Standard hinaus aus.»

Diesen Ansprüchen wird die Arbeit von Sarah Haller (Seon) auf jeden Fall gerecht, allein schon der Titel verspricht einiges: «Computergestützte Suche nach naturstoffbasierten Hemmstoffen von Helicobacter Pylori». «Die Relevanz von Frau Hallers Arbeit ergibt sich aus der Tatsache, dass Teile ihrer Resultate an der Universität Salzburg weiterverfolgt werden», hielt die Jury fest. Und war beeindruckt von der «Beherrschung und Durchdringung einer ganzen Palette von Methoden und Wissensgebieten» sowie deren souveräner Darstellung in einer textlich dichten Arbeit, die «alle Kriterien einer wissenschaftlichen Publikation erfüllt».

David Colameo (Windisch) widmete seine Arbeit dem Thema: «Wie tickt die innere Uhr? Schlaf, Licht und das circadiane Räderwerk». Er habe damit «einen Beitrag klassischer Grundlagenforschung» geleistet», lobte die Jury. Das erfordere «harte Knochenarbeit, Kreativität, Engagement und Leistungsbereitschaft».

Eine völlig andere Aufgabe hat sich Monika Geschwentner (Baden) gestellt. Ihre Maturarbeit trägt den Titel: «Tschechoslowakei 1968 – ein Comic» und erzählt die Geschichte ihrer Mutter, die im Herbst 1968, mit ihren Eltern aus der Tschechoslowakei in die Schweiz, nach Baden, geflüchtet ist. Nicht die Flucht steht dabei im Fokus, viel mehr sind es die Gründe, die dazu geführt haben. (zi)

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