Oeschgen

Alex Hürzeler – Ein Landammann aus dem Volk und fürs Volk

Oeschgen feiert «seinen» Landammann Alex Hürzeler

Oeschgen feiert «seinen» Landammann Alex Hürzeler

Die Fricktaler Bevölkerung und die Aargauer Politprominenz feierten Landammann Alex Hürzeler in Oeschgen. Dieser nahm sich Zeit, mit den Gästen anzustossen, scherzte mit Bekannten und interessierte sich für noch unbekannte Oeschger Gesichter.

130 Jahre ist es her, seit Karl Friedrich Brentano als letzter im Bezirk Laufenburg wohnhafter Regierungsrat als Landammann dem Kanton Aargau vorstand. Nun tritt Alex Hürzeler in seine Fussstapfen.

«Nur» für neun Monate zwar, was der Oeschger Gemeindeammann Christoph Koch bedauerte, doch er sei sich sicher, so Koch weiter, dass Alex Hürzeler einen dynamischen Sprint hinlegen werde. Sein Ziel sei es, so der neue Landammann, zu beweisen, dass «hohe politische Amtsträger aus dem Volk stammen und für die Bevölkerung da sind.»

Alex Hürzeler A.O.C

Den ersten Beweis trat Hürzeler bereits beim Empfang in seiner Wohngemeinde an. Er nahm sich Zeit, mit den Gästen anzustossen, scherzte mit Bekannten, interessierte sich für noch unbekannte Oeschger Gesichter und vergass nicht, seinen Turnverein-Kollegen für die Bewirtung und dem Kinderchor Popcorn und dem Brassteam Oeschgen für ihre Auftritte zu danken.

Die Verwurzelung des neuen Landammanns im Fricktal sprach dann auch die abtretende «Landamme» Susanne Hochuli an der Feier für die geladenen Gäste an. «Beim Wein würde man von ‹appellation d’origine contrôlée› sprechen, Alex Hürzeler ist Fricktal-A.O.C.»

Neben der Landammann-Uhr beschenkte Hochuli ihren Nachfolger mit einem «Chratte» – für die Wünsche und Erfahrungen, die er in seiner Amtszeit machen werde.

Nähen in Kalifornien

Die Fernweh-Seite des neuen Landammanns kam in einer Anekdote eines Turnkollegen und Freundes an die Öffentlichkeit. Gemeinsam hatten die beiden vor bald einem Vierteljahrhundert eine Reise nach Kalifornien unternommen.

Dort sammelte Hürzeler Abzeichen, um sie sorgsam auf seinen Rucksack aufzunähen. Leider konnte niemand im Fricktal den Rucksack je bestaunen – er wurde aus dem Auto geklaut. Immer wieder entlockte Roland Graf als Moderator Gästen derartige lustige Anekdoten und sorgte auch als Freiherr von Schönau oder Habsburger für viele Lacher.

Hans-Ulrich Glarner, abtretender Abteilungsleiter Kultur etwa betonte, auf eine entsprechende Frage, dass sein Abgang keineswegs etwas mit einer Flucht zu tun habe.

Im Gegenteil: «Obwohl ich Glarner heisse, hätte ich nie gedacht, dass ich jemals so gerne mit einem SVP-Regierungsrat zusammenarbeite», sagte er mit einem Seitenblick auf SVP-Fraktionschef Andreas Glarner.

Sackmesser von Burgherr

Ernsthafter ging es in der Rede von SVP-Kantonalpräsident Thomas Burgherr zu, der die bisherigen Leistungen «seines» Magistraten würdigte. Burgherr übergab Hürzeler ein Schweizer Sackmesser, das als erster Gegenstand in die «Chratte» wanderte.

Danach folgten angeschriebene Landammann-Golfbälle und ein Golf-Übungsset, überreicht von Grossratspräsidentin Kathrin Scholl-Debrunner, die Alex Hürzeler stets den richtigen Drive wünschte.

Zum Abschluss gehörte das Wort dann noch einmal der Hauptperson. Alex Hürzeler schloss mit einem herzlichen Dank an alle Beteiligten und Gäste und betonte noch einmal die Vorfreude auf sein neues Amt als Landammann.

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