Hauskauf

Alex Hürzeler zieht Schlussstrich: «Ein Hauskauf ist definitiv eine Privatsache»

Alex Hürzeler lässts sich in Oeschgen ein Haus in diesem Stil bauen.jpg

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Dass Regierungsrat Alex Hürzeler und seine Partnerin ein deutsches Haus kaufen, warf hohe Wellen. Nun hat er sich nochmals dazu geäussert – wohl zum letzten Mal.

Dass sich Alex Hürzeler (48) für ein Grundstück in seinem Wohnort Oeschgen ein Traumhaus aus Deutschland entschied, löste Irritationen aus – auch bei Parteikollegen des SVP-Regierungsrates. Kritik musste er dafür einstecken, dass er im Nachbarland einkaufe, obwohl er doch als Bildungsdirektor seinen Lohn vom Kanton Aargau erhalte, als Politiker eine Vorbildfunktion innehabe – auch wenn es darum gehe, Lehrstellen und Arbeitsplätze zu sichern (die az berichtete). Dazu kam eine gewisse Irritation, weil das Holzgewerbe in der Schweiz einen guten Ruf geniesst und für Schweizer Qualitätsarbeit steht.

Der Fricktaler Alex Hürzeler verteidigte sich damit, es handle sich um eine Spezialanfertigung. In einem Brief an seine Parteikollegen schrieb er, in der Schweiz gebe es keine andere Firma, die diesen Holzhäuser-Stil anbiete.

In einem Interview mit der «Neuen Fricktaler Zeitung» zieht der Politiker, dessen Amtszeit als Landammann heute endet, nun einen Schlussstrich unter diese Diskussion. Er hoffe, dass die Wogen geglättet sind und fügt an: «Ein Hauskauf ist definitiv eine Privatsache. ich versuche das zu trennen und erwarte, dass auch andere das tun.»

Ins Rollen brachte die Geschichte ein offener Brief des Fricker Bäckermeisters Markus Kunz, der Hürzeler persönlich kennt, sich später bei ihm entschuldigte, aber an seinen Aussagen festhielt. Hürzeler sagt nun, er habe am Tag, als «der Rummel» ausgelöst worden sei, mit Kunz telefoniert. Weiter äussere er sich nicht mehr zu dieser Angelegenheit.

Ausserdem hat die ganze Diskussion nichts daran geändert, wie Hürzeler und seine Partnerin ihr neues Haus sehen. «Selbstverständlich ist das Haus weiterhin unser Traumhaus», sagt er. (pz)

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