Der SVP-Nationalrat und Gemeindeammann von Oberwil-Lieli reicht Strafanzeige gegen zwei Twitter-User ein, weil diese ihn auf dem Kurznachrichtendienst beleidigt haben.

Einer der Twitterer ist Kabarettist Gabriel Vetter. Dieser schrieb am 1. Mai: «Dass @andyglarner die Pressefreiheit unterdrückt – ok. Ich als Satiriker finde es aber fast schlimmer, dass er was mit Ziegen haben soll»

Mit dem Tweet spielt Vetter auf die Affäre um den türkischen Staatschef Recep Tayip Erdogan und den deutschen Satiriker Jan Böhmermann an. Nach einem «Schmähgedicht» im ZDF geht Erdogan gegen Böhmermann gerichtlich vor.

Das beabsichtigt nun auch Glarner. Auf Twitter antwortete er Gabriel Vetter: «Ihre primitiven Tweets sind nun auch ein Fall für die Staatsanwaltschaft....». Glarner bestätigte gegenüber dem «Blick», dass er nach Pfingsten Strafanzeige einreichen werde.

Am Sonntagabend sind sowohl Glarner wie auch Vetter zu Gast in der Sendung «Giacobbo/Müller» auf SRF. Eine Chance, den Streit aus der Welt zu räumen. «Wenn er sich bei mir für den Tweet entschuldigt, ist die Sache für mich erledigt und die Strafanzeige damit vom Tisch», so Glarner gegenüber dem «Blick».

Drohung gegen Familie

Die zweite Strafanzeige betrifft einen Tweet, in dem konkret gegen Andreas Glarner und seine Familie gedroht wird. Glarner schreibt dazu: «Ich lasse nicht locker, bis diese linken Widerlinge bestraft sind.»

Es ist nicht das erste Mal, das der SVP-Nationalrat gegen Verfasser von Hass-Tweets vorgeht. Im März wurde er auf Twitter als «Nazischwein» und «brauner Bergler» beschimpft. Glarner hat auch dagegen Strafanzeige eingereicht. (cze)