Der Start für den neuen Axpo-CEO Andrew Walo verläuft alles andere als ruhig: Wenige Monate, nachdem er den Stromkonzern übernommen hat, muss er bereits 300 Stellen abbauen. Ob er beim Stellenantritt schon von den bevorstehenden Entlassungen gewusst habe, wollte «Talk Täglich»-Moderator Werner De Schepper wissen.

Er habe zwar sein Amt aufgrund der schwierigen Marktverhältnisse mit grossem Respekt angetreten. «Dass es nun aber auf diesem tiefen Niveau nochmals abwärts geht und verharrt, war doch eine negative Überraschung», antwortete der Axpo-Chef.

Weniger überrascht über die angekündigten Entlassungen zeigte sich der Aargauer SP-Nationalrat und Energiepolitiker Max Chopard: Höchstens das Ausmass erstaune ihn. Die konjunkturellen Dämpfer seien genau wie der Ausbau der erneuerbaren Energien in Europa schon länger bekannt: «Deshalb hätte man in der Schweiz früher reagieren müssen», sagte Chopard.

Uneinig waren sich die Gäste über die von Umweltverbänden geforderte Steuer auf «Dreckstrom»: Max Chopard argumentierte, es brauche eine solche Strafabgabe, um billigen Kohlestrom teurer zu machen.

Andrew Walo hingegen hält die Forderung für ein «untaugliches Mittel». Stattdessen plädierte er für einen Volksentscheid über die künftige Energiepolitik: Bestimmen, wohin die Reise gehe, sei ein Generationenprojekt, sagte Walo.

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