Busse fahren ab Montag wieder weitgehend normal

Die Fahrplan-Umstellung kostet diejenigen Unternehmen Geld, die bisher Kurzarbeitsentschädigung hatten.

Nadja Rohner
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Die Postauto AG fährt ihren Betrieb erst ab 11. Mai wieder auf einen fast normalen Fahrplan hoch. Noch schneller sind die privaten Bus-Unternehmen im Aargau: Die Busbetrieb Aarau AG (BBA), die Regionalbus Lenzburg AG (RBL) und die Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW) sind schon ab kommendem Montag weitgehend so unterwegs, wie vor der Coronakrise. Das haben die Mitglieder des Tarifverbunds A-Welle gemeinsam beschlossen. Ganz einig gewesen war man sich indes nicht – die BBA beispielsweise hätte lieber noch zugewartet mit der Rückkehr zum Normalbetrieb, weil es hinsichtlich der Nachfrage noch nicht unbedingt nötig wäre. «Andere Mitglieder des Verbunds haben aber schon jetzt eher vollere Busse als wir und begrüssen deshalb eine Erhöhung der Taktfrequenz», sagt BBA-Geschäftsführer Peter Baertschiger. Kam hinzu: Die RBL muss nächste Woche wegen neuer baustellenbedingten Umleitungen (Brunegg) den Fahrplan sowieso anpassen und forcierte deshalb die Umstellung schon auf den Montag.

Gemeinsam haben alle Busunternehmen (und Postauto), dass die Nachtbusse weiterhin nicht betrieben werden. Darüber hinaus gibt es regionenspezifische Besonderheiten. In Aarau beispielsweise werden die Ergänzungskurse zwischen der Berufsschule in der Telli und dem Bahnhof weiterhin nicht geführt. Jedoch: Die noch im Versuchsstadium befindliche Frequenzerhöhung auf der Linie 2 (Aarau Bahnhof – Rohr) mit Viertelstundentakt in den Abendstunden wird ab Montag wieder aufgenommen.

In Lenzburg entfallen ebenfalls die Berufsschulkurse am Morgen und am Abend. Ausserdem fährt der Bus samstags und sonntags nicht zum Schloss. Die RVBW verzichtet nächste Woche noch auf den «Rütihof-Express» über Mittag; sobald die Volksschulen wieder geöffnet sind, ist auch diese Verbindung wieder gewährleistet.

Weiterhin bleiben die vordersten Türen geschlossen, um die Fahrerinnen und Fahrer zu schützen. Der Bereich bleibt für die Fahrgäste tabu. Auch werden immer noch keine Fahrkarten im Bus verkauft, diese sind am Automaten oder auf dem Handy zu lösen. «Wir werden ab Montag wieder Billettkontrollen durchführen, natürlich unter Berücksichtigung der Corona-Sicherheitsvorkehrungen», sagt Peter Baertschiger von der BBA. In den letzten Wochen habe man auf Kontrollen verzichtet. Aber man braucht das Geld. «Die Einbussen sind massiv», sagt Baertschiger. «Unter anderem, weil Sonderfahrten – etwa für die Aargauer Messe Aarau – nun nicht stattfinden werden.»

Mit dem Hochfahren des Angebots beenden die Betriebe ihre Kurzarbeit und verzichten auf die entsprechende Entschädigung.

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