CO2-Reduktion
Aargauer Förderprogramm Energie startet – 75 Millionen Franken stehen zur Verfügung

Wer eine Öl-, Gas- oder Elektroheizung durch klimafreundliche Heizsysteme wie eine Wärmepumpe ersetzt, bekommt finanzielle Unterstützung vom Kanton. Während vier Jahren stehen 75 Millionen Franken zur Verfügung.

Mathias Küng
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Wärmepumpe statt Ölheizung. Das lohnt sich im Aargau jetzt auch finanziell.

Wärmepumpe statt Ölheizung. Das lohnt sich im Aargau jetzt auch finanziell.

Ennio Leanza / KEYSTONE

Heute Montag startet das neue Energieförderprogramm im Gebäudebereich des Kantons Aargau. Ergänzend zur Förderung von Massnahmen an der Gebäudehülle liegt der Fokus dieses Programms beim Ersatz von Öl-, Gas- und Elektroheizungen durch klimafreundliche Heizsysteme. So heisst es in einer Mitteilung des Kantons. Zudem können neu auch Pilotanlagen unterstützt werden. Für das Förderprogramm 2021–2024 stehen insgesamt finanzielle Mittel von rund 75 Millionen Franken zur Verfügung.

Ein wesentliches Element der auch vom Kanton Aargau unterstützten Energiestrategie 2050 des Bundes ist die Reduktion der CO2-Emissionen. Diese soll einerseits durch eine Effizienzsteigerung und andererseits durch den Einsatz erneuerbarer Energien im Gebäudebereich erreicht werden. Damit wird ein wesentlicher Beitrag geleistet, um die energie- und klimapolitsichen Ziele des Kantons zu erreichen.

Mit den vom Grossen Rat im November 2020 bewilligten Mitteln des neuen kantonalen Förderprogramms können wie bis zum Jahr 2016 wieder Massnahmen in der Haustechnik finanziell unterstützt werden. Es sind dies der Ersatz von Öl- und Gas- sowie Elektroheizungen durch Wärmepumpen oder Holzheizungen, der Einbau von Solarkollektoren bei bestehenden Gebäuden und der Bau oder Ausbau von Fernwärmenetzen.

Neu sind auch Beiträge an Pilotanlagen möglich

Neu sind auch Beiträge an Pilotanlagen möglich, sofern es sich dabei um innovative und effiziente Technologien und deren Anwendungen handelt und sie das Potenzial haben, in Zukunft einen Beitrag zur Versorgungssicherheit zu leisten.

Die Unterstützungen für wärmedämmende Massnahmen an bestehenden Gebäuden, für Modernisierungen mit einem Minergie-Standard sowie für Ersatzneubauten im Minergie-P Standard, werden wie im bisherigen Förderprogramm unverändert weitergeführt.

Zentrale Anlaufstelle: energieberatungAARGAU

Wichtige Grundsätze für ein Modernisierungsprojekt sind eine sorgfältige Planung und Vorbereitung sowie eine gute Ausführungsqualität. Damit können Kosten reduziert und ein verbesserter Werterhalt der Liegenschaft gesichert werden. Die energieberatungAARGAU steht als zentrale Anlauf- und Auskunftsstelle bei Fragen zur Gebäudemodernisierung und zur Energieeffizienz zur Verfügung.

Die energieberatungAARGAU baut ihre Palette an Beratungsangeboten laufend aus. Neben den bewährten Vor-Ort-Beratungen bietet sie neu Beratungen für Stockwerkeigentümergemeinschaften sowie weitergehende Unterstützung in der Bauausführung und in der Qualitätssicherung an.

Alle Informationen und Bedingungen zum Förderprogramm und zur energieberatungAARGAU sind im Internet zu finden unter: www.ag.ch/energie