FC Aarau

Der Polizeieinsatz am Samstag hat 350000 Franken gekostet

In der Sendung «TalkTäglich» diskutieren FC-Aarau-Vizepräsident Roger Geissberger (2. v. l.), Hanspeter Fricker, Generalsekretär des Aargauer Jusitizdepartements (3. v. l.), und FCZ-Fan Ciri Pante (links), der am Samstag selbst in Polieigewahrsam war.

In der Sendung «TalkTäglich» diskutieren FC-Aarau-Vizepräsident Roger Geissberger (2. v. l.), Hanspeter Fricker, Generalsekretär des Aargauer Jusitizdepartements (3. v. l.), und FCZ-Fan Ciri Pante (links), der am Samstag selbst in Polieigewahrsam war.

Der Einsatz der 370 Polizisten vom vergangenen Samstag gegen die FCZ-Fans hat rund 350'000 Franken gekostet. Dies gibt der Generalsekretär des Aargauer Innendepartements im «TalkTäglich» auf Tele M1 bekannt.

War der Polizeieinsatz vergangenen Samstag in Aarau unverhältnismässig oder ein nötiges Zeichen in der Schweiz gegen gewaltbereite Fussball-Fans? Für den politischen Aargau ist klar, dass der Aufwand sich gelohnt hat.

Für den sportlichen Aargau ist die Sache weniger klar, wie die Diskussion in der Sendung «TalkTäglich» auf Tele M1 zeigte: Roger Geissberger, Vizepräsident des FC Aarau, sagte, dass «der Polizeieinsatz nicht Schule machen darf, weil dies weder für die Polizei, den Bürger noch die Fussballclubs finanzierbar ist».

«Einzeln gegen Fans vorgehen»

In seinen Augen müsse man gegen die wenigen gewaltbereiten Fussball-Fans einzeln vorgehen – sei es von Klubseite her mit eigenen Sicherheitsleuten oder von der Polizei.

«Es kann nicht sein, dass 99 Prozent der friedlichen Fans für 1 Prozent der renitenten Anhänger bestraft werden.» 

Finanziell bestraft wird aber auch der FC Aarau, und dies gleich in zweierlei Hinsicht: Zum einen sind dem Klub wegen des gesperrten Gästesektors Ticketeinnahmen von rund 70'000 Franken flöten gegangen.

Zum anderen ist nun klar, wie teuer der Polizeieinsatz am Samstag war, welcher der FC Aarau mittragen muss: rund 350'000 Franken für 370 Polizisten, wie Hans Peter Fricker, Generalsekretär des Justizdepartements, in der Sendung bekannt gab.

Der Aufwand für die 235 Aargauer betrug 200'000 Franken, der restliche Betrag geht für die Korps der auswärtigen Polizisten drauf.

«Der Preis für das Polizei-Dispositiv»

Ebenfalls zur Sprache kam das rigorose Vorgehen der Polizei gegen Fans aus Zürich, die trotz Sektorsperre nach Aarau angereist waren.

FCZ-Fans feuern ihr Team von der Abschrankung her an

FCZ-Fans feuern ihr Team von der Abschrankung her an

Ciri Pante und sein Sohn, beide in FCZ-Pullover, wurden laut seinen Aussagen ohne Ausweiskontrolle am Bahnhof gleich in Handschellen abgeführt.

«Ich wollte eigentlich nur beim Brügglifeld still protestieren gegen die Sektorsperrung, wurde aber am Schluss vier Stunden festgehalten.» Die Polizei hätte «so ziemlich alles verhaftet», auch seine drei mitgereisten Kollegen in Zivil. 

Am Bahnhof von der Polizei abgefangen: Fussball-Fan Ciri Pante erzählt, was er erlebt hat, und sagt, weshalb er überhaupt im FCZ-Pulli nach Aarau gereist ist.

Am Bahnhof von der Polizei abgefangen: Fussball-Fan Ciri Pante erzählt, was er erlebt hat, und sagt, weshalb er überhaupt im FCZ-Pulli nach Aarau gereist ist.

Fricker vom Justizdepartement begründet das harte Vorgehen mit dem Auftrag der Polizei, Gewalt und Sachbeschädigungen zu verhindern.

Am Bahnhof sei eine Triage nicht möglich gewesen, sodass die Polizisten verdächtige Personen in Gewahrsam genommen hätten zur Identitätsabklärung.

«Wir bedauern, dass auch Leute darunter waren, die unbeteiligt gewesen sind», sagte Fricker. Das sei aber «ein Stück weit der Preis fürs Polizei-Dispositiv».

Grossaufgebot am Spiel FCA – FCZ: Sehen Sie hier die ganze Gesprächssendung zum Thema.

Grossaufgebot am Spiel FCA – FCZ: Sehen Sie hier die ganze Gesprächssendung zum Thema.

Meistgesehen

Artboard 1