Nationalrat

Listenverbindungen sind bei Wahlen entscheidend: Klima-Allianz könnte Sitzverschiebungen bringen

Kommt es im Aargau im Hinblick auf die Wahlen 2019 zu einer Klima-Allianz? (Symbolbild)

Kommt es im Aargau im Hinblick auf die Wahlen 2019 zu einer Klima-Allianz? (Symbolbild)

Für einen Nationalratssitz braucht eine Partei im Aargau einen Wähleranteil von rund 6 Prozent. Damit bei der Verteilung der 16 Mandate keine Stimmen verloren gehen, gehen Parteien Listenverbindungen ein. Innerhalb einer Verbindung werden Wähleranteile addiert, was zu einem Sitzgewinn führen kann. Ein Beispiel: EVP und BDP könnten bei den Nationalratswahlen allein unter 6 Prozent bleiben und leer ausgehen. Dank der Listenverbindung, die sie eingehen, dürften sie gemeinsam die Sechs-Prozent-Hürde schaffen und zusammen einen Sitz holen. Wer diesen holt, hängt davon ab, welche der Parteien mehr Wählerstimmen erzielt.

Neben der Verbindung von BDP und EVP steht für die Wahlen im Herbst auch jene von SP und Grünen bereits fest. Ob auch die Grünliberalen dazu kommen, ist noch offen. Bei den Wahlen 2015 kam die SP auf einen Wähleranteil von 16,1 Prozent und holte zwei Sitze, die mit ihr verbunden Grünen erzielten mit 5,5 Prozent einen Sitz. Die Grünliberalen, die in einer Mitte-Verbindung mit EVP und BDP antraten, gewannen mit 5,2 Prozent ebenfalls ein Mandat.

Insgesamt holten die drei Klimaparteien 2015 vier Sitze – mit einer Listenverbindung könnten sich dieses Jahr Chancen auf Sitzgewinne ergeben. Die Verbindung mit unveränderten Wähleranteilen allein würde dafür nicht reichen, zusammen kamen die drei Parteien 2015 auf 26,8 Prozent. Bei den letzten kantonalen Wahlen dieses Jahr legten aber Grüne und GLP zum Teil massiv zu. Ist dies im Herbst auch im Aargau der Fall und kommen die drei Parteien gemeinsam auf über 30 Prozent, würden sie einen Sitz gewinnen. Dieser würde mit grosser Wahrscheinlichkeit an die SP gehen, die von den Parteien innerhalb der Listenverbindung die stärkste bleiben dürfte.

Meistgesehen

Artboard 1